US-Erhebung Procter & Gamble und Unilever kappen ihre Digital-Spendings in den USA

Dienstag, 27. Juni 2017
Unilever-CMO Keith Weed fordert ein Umdenken im Digitalmarketing
Unilever-CMO Keith Weed fordert ein Umdenken im Digitalmarketing
© Unilever

Machen Procter & Gamble und Unilever mit ihrer Ankündigung bereits ernst, im Digitalmarketing künftig mit ihren Dollars zu votieren? Laut des amerikanischen Ad-Intelligence-Dienstleisters Mediaradar fuhren die beiden FMCG-Riesen in den ersten fünf Monaten des Jahres zumindest ihre US-Spendings im Digitalen zurück. Auch die Zahl der belegten Websites sank bei beiden Firmen deutlich.
Das spricht dafür, dass P&G und Unilever - im Geschäft Konkurrenten, in der Sache vereint - den Ankündigungen ihrer CMOs Taten folgen lassen. Sowohl Marc Pritchard, Chief Brand Officer von Procter & Gamble, also auch sein Unilever-Pendant Keith Weed nahmen in den vergangenen Monaten die Digitalbranche in die Pflicht. Will heißen: Publisher, Adtech-Dienstleister und Mediaagenturen. Sollten die nicht dafür sorgen, dass die Media-Supply-Chain transparenter gemacht und das Thema Brand Safety garantiert würde, drohen die CMOs mit drastischen Budget-Kürzungen. Laut Zahlen von Mediaradar, die das US-Portal "Business Insider" veröffentlichte, scheint genau das eingetreten zu sein. Die Spendings von P&G sanken im Jahresvergleich von Januar bis Mai um 41 Prozent, die von Unilever sogar um 59 Prozent. Gleichzeitig reduzierten beiden Konzerne die Zahl der Seiten, auf denen ihre Werbung zu sehen war, deutlich: Procter von 1459 auf 978 (minus 33 Prozent), Unilever von 606 auf 540 (minus 11 Prozent). "Werbungtreibende fordern mehr Transparenz von Agenturen, Publishern und Tech-Partnern" zitiert "Business Insider" den Mediaradar-Chef Todd KrizelmanDen ausgewerteten Daten folgend habe das dazu geführt, dass eine Handvoll Big Spender ihre Budgets und Ausspielungen gekürzt hätten. fam
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