UM-Studie Warum Shopping übers Smartphone (noch) nicht funktioniert

Dienstag, 30. Mai 2017
Das Smartphone ist zwar mittlerweile ein Dauerbegleiter, doch beim M-Commerce hapert es
Das Smartphone ist zwar mittlerweile ein Dauerbegleiter, doch beim M-Commerce hapert es
Foto: Pixabay.com
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Usability E-Commerce


Der Trend geht in nahezu allen Lebenslagen hin zum Smartphone - nur beim M-Commerce gibt es offenbar Probleme. Das ist eine Erkenntnis aus der Universal-McCann-Studie Wave 9. Der Grund hierfür sei vor allem die mangelnde Usability der meisten mobilen Markenangebote.
Online-Shopping boomt nach wie vor und setzt den stationären Handel immer stärker unter Druck: So will der E-Commerce-Gigant Amazon jetzt nach Supermärkten auch Drogerien angreifen. Doch speziell mit dem Einkauf übers Handy tun sich die meisten Kunden anscheinend schwer. Nur 31 Prozent der 52.500 für die UM-Studie Befragten geben an, dass sich das Smartphone zum Online-Shopping eignet. Sie shoppen den Umfrageergebnissen zufolge lieber über stationäre Geräte wie Desktop (67 Prozent) oder Laptop (66 Prozent), auch das Tablet liegt mit 46 Prozent vor dem Handy.

Wave 9-Studie

Die Studie "Wave 9" von Universal McCann misst das Ausmaß und den Einfluss von Social Media weltweit und untersucht das Verhalten aktiver Internetnutzer. Dafür wurden 52.500 Menschen zwischen 16 und 54 Jahren befragt, die mindestens jeden 2. Tag im Internet surfen.
Als Auslöser für die mangelnde Lust am Smartphone-Online-Shopping sehen die UM-Forscher nicht etwa die kleinen Displays, sondern die mangelnde Benutzerfreundlichkeit der Markenangebote. Diese sind in den meisten Fällen zu langsam und zu kompliziert, heißt es in der Studie.
In diesem Zusammenhang sehen die Forscher die Markenverantwortlichen in der Pflicht, sich mehr auf die Ansprüche ihrer Zielgruppe einzustellen: Ihre Angebote sollten nicht zu lange laden, ein konsistentes Nutzererlebnis auf allen Kanälen bieten und die User Experience nicht unterbrechen. Darüber hinaus kommen individualisierte Botschaften auf Basis der vom User gelieferten Daten gut an, heißt es in dem Bericht.

Die genannten Ansprüche seien heute "gesetzte Realität" und keine Zukunftsmusik. Zudem kommt es laut der UM-Forscher bei der mobile Conversion vor allem auf folgende Details an, wenn man eine gute User Experience ermöglichen möchte:

1. Einfache Registrierungen, möglichst ohne persönliche Daten in winzige Felder eingeben zu müssen,

2. Die Möglichkeit, via PayPal zu bezahlen, anstatt ausführliche Konto- Daten eingeben zu müssen,

3. Stores, die sich markenspezifische Schuhgrößen ihrer Kunden merken und Hinweise beim nächsten Kauf geben. bre
 
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