Twitter-Talk Opel-Chef Neumann gibt erneut den Zwitscher-König

Mittwoch, 09. April 2014
Opel-CEO Karl-Thomas Neumann geht neue Wege in der Kommunikation (Bild: Opel)
Opel-CEO Karl-Thomas Neumann geht neue Wege in der Kommunikation (Bild: Opel)


Karl-Thomas Neumann macht es wieder: Er twittert mit Fans, Kunden, Kritikern. Eine Stunde stand der Opel CEO beim Zwitscherdienst unter dem Hashtag #askKTN Rede und Antwort, auf Deutsch und auf Englisch. Das kommt an. Neumann zeigt Nähe, wo andere sich noch verstecken. Opel parkt um, auch in der Kommunikation. Das ist die eigentliche Nachricht. Dialog mit den Kunden - das findet sich als Anspruch und Forderung in vielen Vorstandspräsentationen wieder. Die gelebte Realität sieht freilich anders aus. Den Marketingmann bekommen Kunden äußerst selten zu sprechen, den CEO noch weniger.  Doch es gibt Ausnahmen. Karl-Thomas Neumann ist so eine. Der Opel-Chefpilot stellt sich auf Twitter den Fragen der User. Das ist nicht ganz neu und dennoch etwas anders. Bereits im Oktober 2013 beantwortete er via Twitter Fragen von Spiegel-Online-Redakteuren. Jetzt fragen nur User und Markenfans. Die Ausstattungen von Modellen sind ein Thema,  neue Fahrzeuge, die Elektromobilität, das gestrige Spiel des BVB. 

Manche Antwort erscheint erstmal banal, manche wird der ein oder andere Wettbewerber aufmerksam registrieren. Beispielsweise über eine mögliche Rückkehr des Sportcoupé Calibra. "Calibra war ein tolles Auto. Wir werden versuchen, die DNA vom Calibra in die Moderne zu übertragen, wenn die Zeit reif ist", sagt Neumann, der sich immer wieder auf neue Fragen einstellen muss. Thematisch geht es hin und her. Aber das schadet dem Format nicht. Im Gegenteil. Das macht es lebendig. Und was Marketingvorstand Tina Müller besonders freuen dürfte: die Markenkampagne "Umparken im Kopf" bekommt immer wieder Lob.





Aber auch dass sich Neumann den Fragen stellt finden die User gut, wie beispielsweise Lukas. 



Die Twitter-Runde könnte so ihren Teil dazu leisten, Opel wieder ein Stückchen mehr in die Mitte der Gesellschaft fahren zu lassen und das Image weiter zu drehen. Und es könnte nicht der letzte 140-Zeichen-Talk gewesen sein. Am Austausch mit den Kunden will Karl-Thomas Neumann jedenfalls festhalten. Aller guten Dinge, sind ja schließlich drei. mir



Mehr zur Umparken-Kampagne gibt es im Automarketing-Report von HORIZONT, der morgen in der neuen Print-Ausgabe erscheint (Seite 67).
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