Track-Kampagne Lindt schenkt seinem goldenen Schokoteddy zu Weihnachten ein pinkes Pendant

Dienstag, 06. Dezember 2016
Von Lindt gibt es in diesem Jahr auch einen weiblichen Teddy
Von Lindt gibt es in diesem Jahr auch einen weiblichen Teddy
© Screenshot Lindt

Im vergangenen Jahr hat der Bundesgerichtshof im sogenannten "Goldbärenstreit" Lindt höchst offiziell die Weiternutzung seines Schokoladenteddys erlaubt - und natürlich bringt der Schweizer Hersteller auch diese Weihnachten wieder das Pendant zu seinem berühmten Goldhasen in die Regale. Dort findet sich 2016 auch erstmals eine weibliche Variante des Schokoteddybären, ein mit rosa Details versehenes Teddymädchen. Die Kampagne dazu stammt von der Agentur Track.
Wenige gesellschaftsrelevante Themen haben das beinahe abgelaufene Jahr derart bestimmt wie die Gender-Debatte - und natürlich macht die Geschlechterfrage auch vor den großen Weihnachtskampagnen nicht Halt. Den auffälligsten Beitrag lieferte sicherlich Lidl mit seinem europaweiten Auftritt "Santa Clara", aber auch Rewe spielt in seinem humorvollen Weihnachtsspot auf die Gender-Thematik an. Durchaus mit ähnlichen Motiven: Nicht nur Überground-Chefin Jo Marie Farwick, kreativer Kopf hinter der Lidl-Kampagne, findet es etwa "ungerecht", dass der Weihnachtsmann in der stressigen Zeit alle Lorbeeren einheimst.
Jan Bock
© Lidl

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Bei Lindt steht das Thema Gender zwar nicht im Fokus der aktuellen Jahresendkampagne, sondern vielmehr der Versuch, das noch recht junge Produkt Schokoteddy mit dem emotionalen Anlass des Weihnachtsfests zu verknüpfen. Trotzdem will auch der Hersteller seinen Beitrag leisten und führt ein Teddymädchen ein - zu erkennen an einer Schleife auf dem Kopf und einem rosafarbenen Aufdruck. Keine ganz neue Idee, zur Erinnerung: Im Sommer 2012 hatte Konkurrent Ferrero sein Kinder Überraschungsei als weibliche Variante gelauncht und dafür wegen der stereotypen Darstellung einen Shitstorm kritisiert - Stichwort "Pinkifizierung".
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Kreiert hat den Weihnachtsspot die Hamburger Agentur Track, die seit 2012 für Lindt arbeitet. Nach der Launchkampagne für das Produktlabel "Hello" haben die Kreativen die Zusammenarbeit mit dem Kunden inzwischen ausgebaut und zu Ostern auch für die Kernmarke Lindt geworben. Der neue 30-Sekünder wird zunächst in Deutschland und der Schweiz eingesetzt. Produziert hat ihn die Hamburger Filmproduktion Lippertwaterkotte, Regie führte Linus Ewers. Die Postproduktion verantwortete die vor einem Jahr neugegründete Firma Brickbeach. fam
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