Timotheus Höttges Telekom-Chef beklagt ungleichen Wettbewerb mit Internet-Firmen

Montag, 19. Januar 2015
Telekom-Chef Timotheus Höttges
Telekom-Chef Timotheus Höttges
Foto: Barbara Frommann

Telekom-Chef Timotheus Höttges hat im Konkurrenzkampf mit Internet-Firmen erneut eine fehlende Waffengleichheit kritisiert. Während für die Telekom-Anbieter eine strenge Regulierung wie das Fernmeldegeheimnis gelte, müssten sich US-Internetgiganten bei der Datenauswertung nicht um solche Regeln kümmern.
"Niemand von uns kann mit diesen Jungs auf gleicher Ebene konkurrieren", brachte Höttges bei der Internet-Konferenz DLD am Sonntag in München die bekannte Beschwerde der Branche auf den Tisch.
„Niemand von uns kann mit diesen Jungs auf gleicher Ebene konkurrieren“
Timotheus Höttges
Dabei liege in der Auswertung großer Datenmengen die Zukunft. Und die Internet-Unternehmen böten etwa mit Kurznachrichten auch ähnliche Dienste wie die Telekom-Unternehmen an. Die Politik müsse gleiche Rahmenbedingungen schaffen, sagte Höttges. "Wir brauchen Big Data und Regulierung." Derzeit verfalle etwa beim Autobahnmaut-System Toll Collect eine Menge von Daten, die zur besseren Steuerung der Verkehrsströme genutzt werden könnten - weil ihre Verwendung dafür datenschutzrechtlich untersagt sei. Der britische Digitalminister Ed Vaizey sah das Beispiel als Argument für eine Liberalisierung. "Wollen Sie, dass die Konkurrenten reguliert werden - oder wollen Sie selber dereguliert werden?", fragte er den Telekom-Chef. dpa
Meist gelesen
stats