Threema Whatsapp-Rivale erteilt Datenmissbrauch humorvolle Absage

Dienstag, 16. September 2014
Dermaßen unter Beobachtung fällt das Nachrichtenschreiben schwer
Dermaßen unter Beobachtung fällt das Nachrichtenschreiben schwer
Foto: Threema / Screenshot Youtube
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Threema Stiftung Warentest Datensicherheit Facebook


Messaging-Dienste erfreuen sich großer Beliebtheit - doch viele Nutzer fragen sich, ob ihre Daten beim Anbieter ihrer Wahl auch sicher sind. Besonders Platzhirsch Whatsapp ist diesbezüglich immer wieder ins Gerede gekommen. Der Konkurrent Threema nutzt das für sich aus: Das Schweizer Unternehmen, dem von der Stiftung Warentest eine große Datensicherheit beschieden wurde, macht sich in einem neuen Promo-Clip über die unsichere Konkurrenz lustig.
In dem Video, das auf dem Youtube-Kanal von Threema zu sehen ist, will eine junge Frau eine Nachricht auf ihrem Smartphone schreiben, doch schnell wird sie von allerlei ungebetenen Gästen mit diversen Aushorch-Utensilien drangsaliert. Das will natürlich keiner - und genau das preist Threema auch als seinen USP an. Die App benutzt eine "End to End"-Verschlüsselung mit 256-Bit. Dadurch sei sichergestellt, dass nur man selbst und der gewünschte Empfänger eine Nachricht lesen könnten. Zudem würden die verschlüsselten Nachrichten und Medien von den Servern gelöscht, sobald sie erfolgreich zugestellt wurden, wie Threema in seiner Datenschutzerklärung mitteilt. Die Stiftung Warentest erkannte das Threema-Prinzip bei einer Untersuchung im Frühjahr denn auch als "unkritisch" an, während Whatsapp in punkto Datenschutz als "sehr kritisch" eingestuft wurde. Dennoch steigert die Facebook-Tochter ihre Nutzerzahl weiterhin: Im August gab Firmenchef Jan Koum bekannt, dass Whatsap von 600.000 Menschen weltweit genutzt werde.

Der Clip (Produktion: Hillton) soll nun offenbar dabei helfen, Threema wieder stärker ins Gespräch zu bringen. Eine Hochphase erlebte die App im Zuge der Übernahme von Whatsapp durch Facebook im Februar dieses Jahres. Viele Nutzer fürchteten, das soziale Netzwerk würde nun im großen Stil ihre Daten abschöpfen und wechselten deswegen zu Threema. Auf diese Weise verdoppelte sich die Nutzerzahl innerhalb kurzer Zeit. Nach eigenen Angaben erreichte Threema im August die Zahl von drei Millionen aktiven Nutzern, wobei Deutschland etwa 80 Prozent der Nutzerbasis ausmache. ire
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