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Die Entscheider vollbringen zum Teil sportliche Höchstleistungen - Marco Diehl gilt als "schnellster Manager Deutschlands"
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Thomas Strerath, Uwe Hellmann und Co Wie sich deutsche Manager den sportlichen Kick holen

Die Entscheider vollbringen zum Teil sportliche Höchstleistungen - Marco Diehl gilt als "schnellster Manager Deutschlands"
Laufen ist das neue Golf: Das titelten schon so einige Medien. Und es scheint zu stimmen. HORIZONT Online hat sechs Manager interviewt, die in ihrer Freizeit zum Teil athletische Höchstleistungen bringen - zumindest aber einer nicht-klischeehaften Sportart nachgehen. Warum sie der Ehrgeiz packt und welche Benefits ihnen der Sport bietet, haben sie gegenüber HORIZONT Online erklärt.
von Katharina Brecht, Mittwoch, 11. Oktober 2017
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    Marco Diehl, Citibank

    Marco Diehl, Citibank
    Marco Diehl, Citibank (© Citibank)
    Er gilt als "schnellster Manager Deutschlands" – und wer mit Marco Diehl über den Marathonlauf spricht, spürt seine Leidenschaft sofort. Der IT-Director probierte viele Sportarten aus, gelandet ist er beim Laufen. "Ich kann nichts anderes", sagt er, "aber für das Laufen habe ich ein Talent und die genetische Begabung, mich schnell zu erholen." Für Diehl gibt es nichts Schöneres, als nach der Arbeit eine Runde durch den Wald zu laufen. "Das ist mein Ausgleich zum Job", sagt er, "so kann ich Stress abbauen. Geschäftliche Probleme nehme ich fast nie mit ins Bett." Sechsmal pro Woche läuft der EDV-Profi, meist eineinhalb Stunden. Seit seiner Premiere 2003 hat er an circa 180 Marathons teilgenommen, mit einer Bestzeit von unter 2:30 Stunden. Nur ein einziges Mal hat er in 14 Jahren aufgegeben. Bereits bei seinem ersten Marathon war der Banker sehr schnell – ohne gezieltes Vorbereiten. "Da hat mich der Ehrgeiz gepackt", erzählt er. "Ein Marathon ist eine tolle Grenzerfahrung. Du spürst, wenn die Glukose-Speicher aufgebraucht sind und der Körper am Ende ist."

    Thomas Strerath, Jung von Matt

    Die Ausrüstung von Thomas Strerath, Jung von Matt-Chef
    Die Ausrüstung von Thomas Strerath, Jung von Matt-Chef (© Jung von Matt)
    Jung-von-Matt-Chef Thomas Strerath läuft ebenfalls Marathon. "Weil mit gerissenem vorderen Kreuzband sonst nichts geht", sagt er. Der Sport bietet Strerath die persönlichen Benefits, zu verarbeiten, zu entspannen und abzuschalten. Der ganze Prozess führt dann zu neuer Energie, erklärt der Agenturvorstand. Bei seinem Trainingsrhythmus verlässt er sich offenbar ganz auf seine Intuition. "Der Körper nimmt sich, was er braucht, wann er es braucht", so Strerath. Eine bestimmte extreme Erfahrung oder sportliche Herausforderung gibt es für den Werber nicht. "Marathon finde ich immer noch sehr anstrengend", sagt er. Bei dem sportlichen Highlight, auf das er in naher Zukunft hinfiebert, muss er nicht selbst aktiv werden: Die Fußball-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr kann er bequem vom Fernseher aus verfolgen.

    Uwe Hellmann, Commerzbank

    Uwe Hellmann, Leiter Brand Management, Commerzbank
    Uwe Hellmann, Leiter Brand Management, Commerzbank (© Commerzbank)
    Uwe Hellmann macht Sport lieber im Team: In seiner Freizeit spielt er Hockey im Grossflottbeker THGC in Hamburg. Der Brand-Management- und Corporate-Marketing-Leiter bei der Commerzbank ist dreimal die Woche sportlich aktiv. Am Hockey schätzt er die Schnelligkeit und die technischen und athletischen Herausforderungen. Außerdem gefällt es ihm besonders, mit seinen Freunden und Bekannten zusammen an der frischen Luft zu trainieren. Als bislang größte sportliche Challenge sieht er die Endrunde der Deutschen Meisterschaft. Mit Hockey-Liebhabern aus ganz Europa traf er sich zuletzt dort zu einem Wettkampf, wo man es eher weniger erwarten würde: auf der Münchner Wiesn. Dort findet seit 2002 in jedem Jahr der ASV-Oktoberfest-Cup statt.

    Christian Zimmermann, Uniplan

    Christian Zimmermann, Group-CEO Uniplan
    Christian Zimmermann, Group-CEO Uniplan (© Uniplan)
    Christian Zimmermann ist Dressurreiter. Auch er schätzt die Nähe zur Natur: "Sobald ich am Trainingsgelände im Grünen ankomme, bin ich in einer anderen Welt", schwärmt der Uniplan-CEO. In der Dressur komme es vor allem auf die präzise wechselseitige Abstimmung zwischen Pferd und Reiter an. "Das erfordert Respekt, Einfühlungsvermögen, Konzentration und Disziplin", so der Agenturchef. In der Regel reitet Zimmermann drei- bis viermal wöchentlich, was ihm Abstand zum harten Agenturgeschäft verschafft. Hinzu kommen tägliches Dehnen und regelmäßiges Lauftraining. Der Dressurreiter ist in seiner Disziplin 2016 sogar bei den Olympischen Spielen für Palästina angetreten – seine bislang größte sportliche Herausforderung. "Die Teilnahme war die Erfüllung eines Lebenstraums", so Zimmermann. Nach den Spielen sollte eigentlich Schluss sein mit dem Leistungssport. Doch der Uniplan-CEO war enttäuscht vom Ergebnis. "So kann ich nicht aufhören", entschied er. Sein nächstes Ziel ist die WM 2018. Und auch bei Olympia in Tokio will es Zimmermann erneut versuchen.

    Gerrit Zinke, Thjnk Hamburg

    Gerrit Zinke, Thjnk Hamburg-Kreativchef
    Gerrit Zinke, Thjnk Hamburg-Kreativchef (© Thjnk Hamburg)
    "Ich bin wahnsinnig gerne in der freien Natur. Beim Triathlon-Training kann ich viel Zeit draußen verbringen", erklärt Gerrit Zinke seine Motivation für die Sportart. Drei bis vier Einheiten pro Woche absolviert der Thjnk-Geschäftsführer in bestimmten Trainingsphasen – oft als Kick-Start in den Tag. Aber warum ausgerechnet Triathlon? "Die Mischung der einzelnen Disziplinen bietet mir ständige Abwechslung", so der Kreative. "Neben einer guten Ausdauer werden unterschiedliche Impulse gegeben, wodurch der Körper komplett trainiert wird." Zusätzlich zur sportlichen Fitness spiele beim Triathlon auch die mentale Einstellung zu Disziplin, Durchhaltevermögen und Rückschlägen eine große Rolle. Die Willenskraft sei wie ein Muskel, den man trainieren kann. "Den kann ich dann auch abseits des Sports anwenden – zum Beispiel auf der Arbeit", so Zinke. Die Triathlon-Saison neigt sich gerade dem Ende zu. Das nächste sportliche Highlight steht für den Agenturchef noch nicht fest: "Ich hätte aber nach viel Alsterwasser Lust auf einen Triathlon im Ausland – mit blauem Wasser."

    Hubertus Meinecke, BCG

    Hubertus Meinecke, BCG
    Hubertus Meinecke, BCG (© BCG)
    Für Hubertus Meinecke ist die Verbindung zur Natur das Tollste am Extremlauf. "Unterwegs erlebt man nicht nur die Natur an sich, sondern findet auch wieder zu sich selbst", so der Senior Partner der Boston Consulting Group (BCG). Mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: "Eigentlich eine gute, günstige Alternative zur Psychotherapie." Unter der Woche trainiert Meinecke täglich eine Stunde. Einmal die Woche läuft er drei bis vier Stunden für die Ausdauer. Doch um gesund zu bleiben, reicht Laufen alleine nicht. Für die Beweglichkeit macht Meinecke zusätzlich 20 Minuten Yoga am Tag. Ursprünglich lief er Marathons, doch das machte ihm auf Dauer keinen Spaß. "Es ging nur um die Zeit und ich habe nichts Neues gesehen", so der BCG-Partner. "Beim Extremlauf gibt es Drama und Tiefe. Die Sonne in einer schönen Landschaft aufgehen zu sehen, ist viel bewegender, als an Betonwänden vorbeizulaufen." Nicht einmal ein Bänderriss hielt Meinecke davon ab, beim Mont-Blanc-Ultralauf anzutreten: "Ich wollte einfach Wettkampf-Luft schnuppern", grinst er. bre
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