The Human Family Apple fordert zum friedlichen Zusammenleben auf

Freitag, 05. August 2016
Szene aus dem Apple-Spot "The Human Family"
Szene aus dem Apple-Spot "The Human Family"
Foto: Apple

Nach der Fußball-Europameisterschaft versucht Apple zu den Olympischen Spielen erneut, ein Sportevent kommunikativ für sich zu nutzen - ohne offiziellen Sponsorenstatus zu besitzen: Pünktlich zum Beginn der Spiele hat der iPhone-Hersteller den Spot "The Human Family" veröffentlicht. Der Film, der der Kampagnenidee "Shot on iPhone" folgt, soll die olympische Bewegung offensichtlich an ihre Kernwerte erinnern.
Die Olympischen Spiele der Neuzeit folgen zwei Grundgedanken: Zum einen geht es um sportliche Höchstleistungen, ganz nach dem Motto "Höher, schneller, weiter". Zum anderen verbindet sich mit den Spielen schon seit der Antike die Hoffnung, der sportliche Wettkampf möge echte Konflikte überlagern und als friedensstiftendes und völkerverbindendes Element wirken.  Besonders letzteren Gedanken greift Apple mit dem neuen Werbespot auf: In dem Film, den Apple auf seiner Website und auf Youtube veröffentlicht hat, sieht man Menschen verschiedenster Herkunft, mit unterschiedlichen Hautfarben und Alter. Alle Bilder wurden mit dem iPhone aufgenommen. Im Off liest die 2014 verstorbene amerikanische Autorin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou ihr Gedicht "Human Family". Darin heißt es unter anderem: "I note the obvious differences between each sort and type, but we are more alike, my friends, than we are unalike."
Man kann sich vor dem geistigen Auge gut ausmalen, wie dieselben Worte bei der Entzündung des Olympischen Feuers verlesen werden. Insofern ist es Apple gelungen, die Olympischen Spiele in der Kommunikation aufzugreifen, ohne das Event auch nur einmal zu erwähnen. Das dürfte der iPhone-Hersteller auch gar nicht: Nur offiziellen Sponsoren ist es erlaubt, Olympia als Werbethema zu verwenden.

Gleichzeitig ist gut vorstellbar, dass Apple mit der Kampagne die Konflikte zwischen Schwarzen und Weißen in den USA aufgreift. Die jüngsten Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze und Morde an Polizisten hatten nicht nur in den Staaten, sondern weltweit für Entsetzen gesorgt. Auch Coca-Cola hat darauf bereits mit einer Werbekampagne reagiertire
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