"The Voice of Germany"-Finale Warum die Telekom Clara Heins backstage schickt

Donnerstag, 17. Dezember 2015
Clara Heins ist als Backstage-Reporterin beim Staffelfinale von "The Voice of Germany" unterwegs
Clara Heins ist als Backstage-Reporterin beim Staffelfinale von "The Voice of Germany" unterwegs
Foto: Deutsche Telekom

In der letzten Woche hat die Deutsche Telekom mit dem Coldplay-Street-Gig in Offenbach und begleitenden Live-Marketing-Aktionen für mächtig Aufsehen gesorgt und sich selbst hohe Reichweiten im Netz beschert. Jetzt wird klar: Das Ganze war nur der Auftakt eines formatübergreifenden Content-Marketing-Aufschlags, das beim heutigen Finale der Pro-Sieben-Sat-1-Show "The Voice of Germany" fortgesetzt wird. In der Hauptrolle: Clara Heins.
Wenn heute Abend die Finalisten von "The Voice of Germany" gegeneinander antreten und um die deutsche Castingkrone kämpfen, wird unter den musikalischen Gästen auch die britische Band Coldplay sein. Das verwundert nicht, schließlich sind die Briten immer noch dabei, ihr vor zwei Wochen erschienenes Album "A Head Full of Dreams" zu promoten. Doch der Auftritt in Berlin ist auch für die Deutsche Telekom von besonderer Bedeutung. Für den Bonner Telekommunikationskonzern wird die Performance der Anknüpfungspunkt der Live-Marketing-Kampagne, die man gemeinsam mit Stammagentur DDB beim Coldplay-Street-Gig am 8. Dezember angestoßen hat. Neben einem Livestream und Backstage-Interviews setzte die Telekom dabei vor allem mehrere Live-Werbespots um, mit denen auf den Sendern von Pro Sieben Sat 1 für die kostenlose Übertragung des Konzerts getrommelt wurde. Jetzt geht die Kooperation mit der Sendergruppe in die nächste Runde - beim Live-Finale der fünften Staffel von "The Voice of Germany" auf Pro Sieben.
Im Mittelpunkt wird dabei erneut Clara Heins stehen. Die Tochter aus der Branded-Entertainment-Familie der Telekom wird während der Proben und der Liveshow aus dem Backstagebereich berichten - und das auf gleich mehreren Kanälen. Neben exklusiven Bewegtbildbeiträgen auf Facebook wird insbesondere der Twitter-Kanal "Telekom erleben", auf dem das Testimonial live twittert, während der Live-Show im TV mit Einblendungen beworben. Schon bei dem Coldplay-Gig hatte Clara Heins die Live-Spots moderiert - gemeinsam mit "The Voice"-Presenter Thore Schölermann. "Clara Heins kommt aus der jungen Zielgruppe. Sie spricht aber darüber hinaus ein breites Publikum an. Deshalb passt sie sehr gut zu Formaten wie den 'Street Gigs' und 'The Voice'", so Philipp Friedel, Leiter Marktkommunikation bei der Telekom, gegenüber HORIZONT Online.

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Posted by Telekom erleben on Mittwoch, 16. Dezember 2015


"Wir suchen immer nach innovativen Möglichkeiten, um die Leistungsfähigkeit unseres besten Netzes unter Beweis zu stellen", erklärt Friedel die Hauptmotivation. Dabei gehe es dem Unternehmen jedoch nicht darum, einfach nur das Markenlogo in einem prominenten Live-Umfeld zu platzieren: "Die Konsumenten sollen sich durch die Nutzung und durch einen interessanten User-Case selber überzeugen. Beim Street Gig mit Coldplay haben wir das mit Livestreams auf verschiedenen Plattformen wie Telekom.de oder Bild.de, Live-TV-Spots und Google Hangouts getan. Und auch bei dem Finale von 'The Voice' werden wir auf Live-Berichterstattung in den sozialen Netzwerken setzen."
Philipp Friedel
Philipp Friedel (Bild: Deutsche Telekom)
Mit dem umfassenden Content-Marketing-Paket wird die Telekom das Finale der Castingshow also zu einem guten Teil zu seiner eigenen Spielwiese machen. Dennoch soll die Kooperation zwischen dem Unternehmen und Pro Sieben Sat 1 für beide Seiten gewinnbringend sein. "Wir wollen unserem Partner Telekom gleichzeitig Relevanz, gute Reichweiten und starke Inhalte liefern", sagt Sabine Eckhardt, Geschäftsführerin der Seven One Ad Factory, die die Kampagne entwickelt hat. "Dabei ist es entscheidend, dass verschiedene Bausteine auf unterschiedlichen Plattformen aufeinander aufbauen und einen Spannungsbogen erzeugen, der zum Sender passt und in einer der reichweitenstärksten TV-Sendungen aufgelöst wird."

Dabei ist der heutige Auftritt, der eine aufmerksamkeitsstarke TV-Präsenz mit Owned Content verbinden soll, auch ein Exempel dafür, wie die beiden Kooperationspartner zukünftig zusammenarbeiten wollen. Denn lineares TV und die Social-Media-Kanäle gehen immer mehr ineinander über, längst gibt es zu dem Second Screen häufig auch den Third Screen. Allein deshalb kommt der noch recht jungen Disziplin Live-Marketing laut Eckhart eine immer größere Bedeutung zu: "Solche Live-Cases sind immer dann besonders spannend, wenn sie authentisch sind und ein Event einbeziehen, dass viele Menschen gerne anschauen. Denn so erreicht man den Zuschauer in hochemotionalen Momenten. Es bleibt im Gedächtnis, dass ihnen eine bestimmte Marke dieses außergewöhnliche Erlebnis ermöglicht hat." Für den Kunden Telekom geht es laut Philipp Friedel grundsätzlich darum, sich als Marke immer wieder neu zu erfinden und überraschende Werbeformen zu kreieren. "Dabei geht es auch darum, Screen-übergreifend zu arbeiten und die Verknüpfung der unterschiedlichen Screens intelligent zu nutzen."

Doch natürlich geht es nicht nur um eine Machtdemonstration in Sachen Netzqualität gegenüber Rivalen wie Vodafone und 1&1. Die Telekom und Pro Sieben Sat 1 wollen vor allem unter Beweis stellen, wie werbliche Inhalte als gutes Entertainment in einem reichweitenstarken Umfeld platziert werden könnwn. Ein Vorhaben, von dessen Tauglichkeit sich heute Abend mehrere Millionen Zuschauer vor den Fernsehbildschirmen und Online überzeugen sollen. Und dennoch stehen die beiden Partner erst am Anfang ihrer gemeinsamen Echtzeit-Aufschläge: Laut Sabine Eckhart laufen gerade die Planungen für eine eigene Content-Marketing-Unit im Hause Pro Sieben Sat 1, die schon im Januar 2016 an den Start gegen soll. tt
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