Testimonial wider Willen Sixt wirbt mit Steinbrücks Stinkefinger

Montag, 16. September 2013
Sixt macht Peer Steinbrück zum unfreiwilligen Testimonial (Foto: Sixt/Facebook)
Sixt macht Peer Steinbrück zum unfreiwilligen Testimonial (Foto: Sixt/Facebook)

Seit Peer Steinbrück die Republik via "SZ-Magazin" mit seinem Stinkefinger konfrontierte, wird darüber gerätselt, was den SPD-Kanzlerkandidaten da wohl geritten haben könnte. Auch der Münchner Autovermieter Sixt hat sich dazu Gedanken gemacht und präsentiert auf einem nicht ganz ernst gemeinten Werbemotiv gleich mehrere mögliche Motive für die Stinkefinger-Aktion. Das von Jung von Matt/Fleet entwickelte Werbemotiv, das Sixt am Wochenende zunächst auf seiner Facebook-Page postete, hat seinen Zweck wohl erfüllt: Stand Montagmorgen wurde die Anzeige, die heute auch in Tageszeitungen wie der "Welt" erschienen ist, mehr als 583 Mal geteilt, knapp 1400 Facebook-Nutzer haben das Motiv "geliked".

Das "Sixt Interview ohne Worte", das der Autovermieter in Anspielung auf eine Rubrik des Magazins der "Süddeutschen Zeitung" auf dem Werbemotiv unterbringt, nutzt die obszöne Geste Steinbrücks geschickt für Werbung in eigener Sache. So suggeriert das Anzeigenmotiv, dass Steinbrück im "Interview ohne Worte" zu Themen wie Tempolimit, PKW-Maut, hohen Benzinpreisen, teuren Mietwagen und Sixt-Wettbewerbern den Stinkefinger reckt. Bei der Frage "Was halten Sie von Sixt-Werbung mit Politikern?" nimmt sich das Unternehmen erneut selbst auf die Schippe. mas

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