Testbudget-Studie Jeder zweite deutsche Marketer will in Youtube investieren

Dienstag, 08. Dezember 2015
Ben Prause, Geschäftsführer von Eprofessional
Ben Prause, Geschäftsführer von Eprofessional
Foto: Eprofessional

Youtube gehört längst zum Alltag der Internetnutzer und ist deshalb seit Jahren auch für die Werbungtreibenden interessant. Dennoch ist die Videoplattform für viele Marketer noch nicht mehr als ein Experimentierfeld - wie eine aktuelle Umfrage der Digitalagentur Eprofessional zeigt.
Die Befragung unter deutschen Marketingverantwortlichen zielte darauf ab, in welche Kanäle sie 2016 zusätzliches Test-Budget investieren würden. Das Ergebnis: 51 Prozent der teilnehmenden Marketer würden gerne auf Youtube mit Kampagnen experimentieren. Dahinter rangieren Plattformen, die allesamt in diesem Jahr neue Werbeformate gelauncht haben und daher besonders attraktiv für Testphasen sind: Instagram (37 Prozent), Amazon (35 Prozent) und Atlas von Facebook (31 Prozent).

Die 10 beliebtesten Kanäle für Testbudgets 2016

Kanal%
Youtube51
Instagram37
Amazon35
Atlas Ad Server Plattform Facebook31
Whatsapp30
Deutsche E-Commerce-Plattformen22
Pinterest21
Snapchat18
Twitter15
Vine5
Quelle: (Eprofessional)

"Youtube ist keine Überraschung", sagt Ben Prause, Geschäftsführer von Eprofessional, zum Umfrageerbenis. "Wir spürten bereits in 2015 einen massiven Invest von eher Performance-affinen Unternehmen in diesen Kanal. Bewegtbild spricht neue und oft inkrementelle Zielgruppen versus TV an. Die Ansprache neuer Zielgruppen kombiniert mit nachgelagerten Remarketing-Konzepten steht hier klar im Fokus. Für Atlas steht 2016 der Proof of Concept an und was könnte es Besseres geben als die Lust von Marketingverantwortlichen, dies zu testen. Wir sind überzeugt, es wird ein großer Wurf im Prospecting." Dagegen schneiden Vine, Snapchat und Twitter bei deutschen Marketingverantwortlichen weniger gut ab: "Twitter und Snapchat sind stark vom aktuellen Geschehen abhängig. Besonders bei letzterem verfallen Inhalte so schnell, dass Marketingverantwortlichen eine Auseinandersetzung mit dem Kanal bisher nicht dringend nötig erscheint", so Prause weiter. Die Aussichten könnten sich allerdings ändern, wenn die junge Zielgruppe dem Dienst lange genug die Treue hält.

Die Befragung fand im Rahmen der Dmexco-Trendumfrage statt. Insgesamt nahmen 113 Online-Marketing-Experten teil. tt
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