Tesla Wie die Elektroauto-Marke "Wahnsinn" zu ihrem USP macht

Donnerstag, 29. Januar 2015
Tesla macht die "Wahnsinns"-Beschleunigung erlebbar
Tesla macht die "Wahnsinns"-Beschleunigung erlebbar
Foto: Drag Times
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In Teslas Sportmodell P85D ist "Wahnsinn" eine offizielle Fahroption. Die Fahreinstellung im Bedienmenü ist nicht nur ein amüsantes Gimmik, sondern bringt den USP genial auf den Punkt. Wie genial zeigt jetzt ein Video des Automobil-Blogs Drag Times. Zu sehen ist Blog-Betreiber Brooks Weisblat, wie er Freunden und Bekannten seinen neuen Tesla vorführt. Und der eigentliche Wow-Effekt kommt stets, sobald Weisblat den Wahnsinn-Schalter auslöst.

Es ist eine dieser Grundideen, die gerade durch ihre Einfachheit so effektiv sind. Dass Elektro-Autos eine deutlich bessere Beschleunigung haben als ihre Treibstoff-betriebene Konkurrenz, ist den meisten in der Theorie bekannt. Aber erst Elon Musk ist auf die Idee gekommen, diesen technischen Leistungswert in ein offizielles Designelement des Autos zu übersetzen.

In dem Bedienmenü ihres Autos können die Tesla-Fahrer beim P85D als Fahreinstellung offiziell den Beschleunigungsmodus "insane" wählen, bei dem die Leistung des 691 PS starken Elektromotors sofort auf die Räder übertragen wird, was den Wagen in nur 3 Sekunden auf fast 100 Stundenkilometer beschleunigt. Das ist gut doppelt so schnell wie treibstoffbetriebene Spotwagen im Durchschnitt fahren und Formel-1-Fahrer erreichen diese Geschwindigkeit in 1,6 Sekunden.

Die Reaktionen der ahnungslosen Passagiere auf das Feature, die Blogbetreiber Weisblat in seinem Testvideo eingefangen hat, sind aus Sicht eines Automarketing-Verantworlichen pures Gold. Denn was die Beifahrer hier im direkten Eleben des Autos zeigen, versuchen Premium-Marken wie BMW (Claim "Freude am Fahren") mit aufwendigen Markenkampagnen zu vermitteln. Von entgleisten Gesichtszügen bis zu hemmungslosem Lachen ist alles dabei.

Tesla kann es sich dagegen leisten, derzeit völlig auf bezahlte Werbung zu verzichten. Online kursieren zwar mehrere Werbespots, die aber ausschließlich von Fans produziert wurden. Die Automobil-Marke lässt es sich aber dann nicht nehmen, auf ihrer Unternehmensseite für die Fanprojekte kräftig zu werben. Auch die Produktpräsentation von Brooks Weisblat ist Firmenchef Musk nicht entgangen. Mit einem Tweet empfahl der das Video seinen 1,5 Millionen Followern auf Twitter. cam

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