Telekom und Bayern München Die Allianz Arena wird zum multimedialen Spielfeld

Freitag, 14. August 2015
Vertrag verlängert bis 2023: die Telekom-Manager Henning Stiegenroth und Michael Hagspihl gemeinsam Karl-Heinz Rummenigge und Andreas Jung, beide FC bayern München (v.l.)
Vertrag verlängert bis 2023: die Telekom-Manager Henning Stiegenroth und Michael Hagspihl gemeinsam Karl-Heinz Rummenigge und Andreas Jung, beide FC bayern München (v.l.)
Foto: Wolfram Scheible

Die Allianz Arena wird zum multimedialen Spielplatz. Mehr Technik, kostenloses W-Lan und mehr Infos rund um die Spiele. Dafür sorgt die Telekom. "StadiumVision" heißt das Projekt. Ganz nebenbei verlängert das T-Team aus Bonn das Sponsoring beim FC Bayern München.
Natürlich geht es bei der Pressekonferenz gestern in der Allianz Arena um den Sport. Bleibt Thomas Müller unverkäuflich? Wie lange ist Mario Götze noch Spieler des Clubs? Ob der HSV derzeit ein gefährlicher Gegner ist? Und immer wieder Fragen zur Zukunft von Trainer Pep Guardiola. Geduldig antwort Karl-Heinz Rummenigge auf die Fragen der Sportjournalisten. Müller steht nicht zur Debatte. Götze hat Vertrag. Er hat lieber gegen Mannschaften gespielt, die das letzte Spiel gewonnen haben - was beim HSV nun nicht gerade der Fall ist. Und bei Pep ist der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München im Gegensatz zu manchem Berichterstatter völlig entspannt.
Ob diese Infos heute Abend bei der Saisoneröffnung auch über die neuen Newskanäle im Stadion tickern, ist offen. Fakt ist, die Fragen werden beim Spiel gegen den HSV präsent sein. Dabei wird aber so manche News schneller als bislang vom Spielfeld in die weite Welt gelangen. In den vergangenen neun Monaten hat die Telekom die Allianz Arena zum multimedialen Erlebnisraum umgebaut. "Stadium Vision" haben der Bonner Telekommunikationsriese und der FC Bayern München dieses Projekt getauft. Künftig bietet das Stadion den Besuchern ein kostenloses Wlan-Netz, das auch den Weg zum Stadion auf der Esplanade abdeckt. Die Zuschauer sollen stressfrei ihr Fußball-Erlebnis mit der ganzen Welt teilen und kommentieren können.

In der Arena erhalten Besucher zudem vor, während und nach dem Spiel über 4 Live-Streaming-Kanäle zusätzliche Informationen zum Spiel, etwa Szenen aus unterschiedlichen Kameraperspektiven und Statistiken zum Spiel. Hinzu kommen 750 HD-Screens und 70 Videowalls.  "Viel mehr geht nicht", sagt  Andreas Jung, Marketingvorstand des FC Bayern München. "Was wir unseren Besuchern künftig in unserem Stadion bieten werden ist spekakulär und einzigartig." Für die Telekom, die ohnehin der IT-Ausstatter der Allianz Arena ist, ist "Stadium Vision" ein Leuchtturmprojekt. "Für uns ist das Engagement beim FC Bayern Müncen eine ideale Marketingplattform", sagt Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden der Telekom Deutschland.
Allianz Arena
Bild: Philips

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Und das in mehrfacher Hinsicht. Zum einen lässt der deutsche Meister ohnehin kaum einen Fußball-Fan kalt. Zum anderen will die Telekom zeigen, dass sie für Digitalisierung steht. "Wir wollen den Fans ein besonderes Erlebnis ermöglichen", sagt Hagspihl. Und das gilt sowohl für die Privat- als auch die Geschäftskunden des Konzerns. Die logische Folge: Die Telekom hat vorzeitig ihren Hauptsponsorenvertrag mit dem FCB bis ins Jahr 2023 verlängert. Karl-Heinz Rummenigge freut das besonders. "Die Verlängerung des Engagements bis ins nächste Jahrzehnt gibt uns ein solides wirtschaftliches Fundament und Planungssicherheit."

Wie viel Geld die Telekom bei den Bayern lässt, bleibt indessen offen. Nur soviel lässt sich Hagspihl entlocken. Die Telekom investiert insgesamt in die Sportförderung in Deutschland 50 Millionen Euro. Der Großteil davon, so schätzen Experten, dürfte dabei bei dem Deutschen Rekordmeister landen. mir
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