Teaser-Kampagne Wer sich hinter #restart verbirgt

Montag, 15. August 2016
Die ersten Motive der Teaser-Kampagne hängen beispielsweise in Stuttgart
Die ersten Motive der Teaser-Kampagne hängen beispielsweise in Stuttgart
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Innogy RWE Scholz & Friends Jung von Matt


Der offizielle Startschuss erfolgt zum 1. September: Dann firmiert die bisherige RWE unter dem Namen Innogy. Das Rebranding wird von einer großen Kommunikationskampagne begleitet. Die ersten Maßnahmen sind offenbar schon angelaufen. Heute sind jedenfalls Motive zu sehen, auf denen unter dem Hashtag #restart gefragt wird: "Was würdest Du tun, wenn du noch einmal neu anfangen könntest?"

Bislang ist weder vom Unternehmen noch von Scholz & Friends, die den Pitch um das Mandat als europäische Leadagentur gewonnen hatte und sich um die Einführungskampagne kümmern soll, eine Bestätigung zu erhalten, dass der Stromkonzern hinter dem Auftritt steckt. Die Gestaltung der Motive erinnert aber stark an die vor kurzem vorgestellte Corporate Identity von Innogy (Agentur: Jung von Matt/Brand Identity). Auch auf Twitter gibt es schon die ersten Hinweise, dass es sich um die neue RWE-Marke handelt.

Vom Auftraggeber in Essen war bislang keine Stellungnahme zu erhalten. Bei Scholz & Friends erklärt eine Agentursprecherin: "Ich habe die Plakate heute Morgen auch schon gesehen und finde die Aktion toll. Ich verstehe die Kampagne aber so, dass es zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht darum geht, wer dahinter steckt, sondern dass sie dazu anregen soll, über einen eigenen Neustart nachzudenken. Insofern würde ich aus Respekt vor Kollegen oder Mitbewerbern keine Stellung dazu nehmen. Ich bin mir aber sicher, dass sich die Aktion in den nächsten Tagen aufklären wird."

Scholz & Friends hat Erfahrung in Sachen "geheimer" Teaser-Kampagnen. Anfang 2014 wurde auch der Opel-Auftritt "Umparken im Kopf" gestartet, ohne den Absender zu verraten. Damals war die Hamburger Niederlassung der Agentur verantwortlich. Um Innogy kümmert sich das Berliner Team um die Geschäftsführer Constantin Dudzik und Matthias Spaetgens. Bei der neue Marke Innogy bündelt RWE das Geschäft mit erneuerbaren Energien. Sie soll künftig das Gesicht zum Endverbraucher sein. Die Gas-, Kohle- und Atomkraftwerke werden unter der bisherigen Marke RWE weitergeführt.

Wettbewerber Eon geht den umgekehrten Weg. Er spaltet das Geschäft mit der traditionellen Stromerzeugung in ein neues Unternehmen ab, das unter dem Label Uniper auftritt. Eon selbst agiert künftig als Dach für die erneuerbaren Energien. Auch das Düsseldorfer Unternehmen hat Erfahrung mit Teaser-Kampagnen. Zum Marktstart Anfang des Jahrtausends schaltete Eon bundesweit Plakate und Anzeigen nur in rot - ohne sich gleich zu erkennen zu geben. mam

Update: Inzwischen ist unter Project-restart.org auch eine Website online, auf der Prominente wie Sarah Wiener, Boss Hoss und Wotan Wilke Möhring über ihren persönlichen Neustart sprechen.  

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