Targeting Ausgaben für Zielgruppendaten in Deutschland um 52 Prozent gestiegen

Freitag, 22. Mai 2015
Eyeota hat die Ausgaben für Zielgruppendaten untersucht
Eyeota hat die Ausgaben für Zielgruppendaten untersucht
Foto: Eyeota

Die große Zahl der Internetnutzer und die Massen an Online-Inventar sorgen dafür, dass Werbungtreibende immer stärker auf automatisierte Kampagnenaussteuerung setzen (Programmatic Buying). In der Folge investieren sie stärker in zielgruppenspezifische Daten. Einer Untersuchung des Technologieunternehmens Eyeota zufolge stiegen die Ausgaben hierfür in Deutschland im 4. Quartal 2014 um 52 Prozent.
Der größte Teil der Investitionen stammt der Untersuchung zufolge aus den Branchen Elektronik & Computer und FMCG - und zwar mit Abstand. Am stärksten nachgefragt waren hierbei die Segmentkategorien - wenig überraschend - interessenbasierte Daten (38 Prozent) und - schon überraschender - B2B (29 Prozent). Es folgen Medizin, Finanzen und Handel als investitionsfreudigste Branchen. Die Finanzbranche habe dabei das größte Wachstum hingelegt. Die Investitionen sollen dazu dienen, Personen mit einem besonders hohen Kundenwert für das private Bankgeschäft zu akquirieren. Dies, so führt Eyeota aus, sei auch ein globaler Trend.
Die Ausgaben für Zielgruppendaten in deutschland nach Branchen
Die Ausgaben für Zielgruppendaten in deutschland nach Branchen (Bild: Eyeota)
Auf globaler Ebene investiert besonders der Automobilsektor zunehmend in Targeting. Auch im weltweiten Vergleich sind Finanzen und Elektronik & Computer ganz vorne bei den ausgabenstärksten Branchen dabei, wobei das B2B-Segment hierbei besonders stark nachgefragt war.

"Ich hoffe, dass der Eyeota-Index ein nützlicher Ratgeber für Werbetreibende und Publisher sein wird, und ihnen dabei hilft, aktuelle Trends der globalen Ausgaben für Zielgruppendaten im Blick zu behalten", sagt Eyeota-CEO Kevin Tan. Werbungtreibende könnten die Daten etwa zum Benchmarking verwenden, während Publisher "umfassende Einblicke in die meistgefragten Kundendaten-Segmente sowie Informationen über die Werbetreibenden aus verschiedenen Branchen", erhielten, so Tan.

Für die Untersuchung hat Eyeota mehrer tausend Kampagnen in über 60 Ländern erfasst. Dabei wurden die Transaktionsdaten aus dem Bereich Programmatic Buying ausgewertet. Eyeota unterhält eigenen Angaben zufolge Beziehungen "mit allen weltweit und regional führenden Ad-Buying-Plattformen, DSP's, DMP und Advertising-Netzwerken". Facebook, das Werbungtreibenden mit seinem Audience Network ein umfangreiches Anzeigen-Netzwerk bietet, gehört allerdings nicht dazu. ire

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