"Täschligate" Sportartikler Stöckli will Oprah Winfrey milde stimmen

Mittwoch, 14. August 2013
Wer auf den Banner klickt, wird auf eine solche Seite ausgeleitet (Bild: Serviceplan)
Wer auf den Banner klickt, wird auf eine solche Seite ausgeleitet (Bild: Serviceplan)

Der Besuch von Star-Talkerin Oprah Winfrey in der Schweiz wurde von einem handfesten Rassismus-Skandal begleitet: Weil sie in einer Zürcher Luxusboutique nicht nach Wunsch bedient wurde, warf die dunkelhäutige Moderatorin den Ladenbetreibern Diskriminierung vor - was schließlich von Medien in aller Welt aufgegriffen wurde. Im deutschsprachigen Raum machte die Affäre als "Täschligate" die Runde, weil Winfrey eine angeblich zu teure Handtasche aus Krokodilleder vorenthalten worden war. Mittlerweile ruderte die Talk-Ikone teilweise zurück - der Schweizer Sportartikler Stöckli prescht indes vor und lädt Winfrey und andere Kunden mit einer Banner-Kampagne zum abermaligen Shoppen ein. Mit einem Banner auf Schweizer Newsportalen wie "Tagesanzeiger.ch" und "24heures.ch" wird Winfrey derzeit die traditionelle Anreise-Entschädigung offeriert, die Stöckli allen Kunden gewährt, die von weiter her kommen. Grund für diesen besonderen Service: Das Unternehmen betreibt keinen Online-Shop und setzt ausschließlich auf Beratung vor Ort. Die Idee zu der Banner-Kampagne hatte die Agentur Serviceplan Suisse. Für Konzeption und Umsetzung ebenfalls verantwortlich zeichnet Plan.Net Suisse.

Der Banner erscheint unter anderem bei Tagesanzeiger.ch (Bild: Screenshot tagesanzeiger.ch)
Der Banner erscheint unter anderem bei Tagesanzeiger.ch (Bild: Screenshot tagesanzeiger.ch)
Publik wurde die "Täschligate"-Affäre, als Winfrey kürzlich in der Talkshow von Larry King zu ihren Erfahrungen mit Diskriminierung befragt wurde. Dabei erzählte sie die Episode, wonach sie in einer Edelboutique in Zürich eine Tasche aus Krokodilleder nicht habe ansehen dürfen, weil diese angeblich zu teuer sei. Auch nach zweimaligem Nachfragen bekam die Talkmasterin (Geschätztes Vermögen: 2,1 Milliarden Dollar) die Tasche nicht zu sehen.

Die Eignerin des Ladens entschuldigte sich unterdessen bei Winfrey. Und auch der Moderatorin ist das weltweite Interesse an dem Vorfall unangenehm: "Ich wollte damit nicht die Schweiz anklagen. Es war ein einzelner Vorfall. Ein Vorfall, den Leute mit schwarzer oder brauner Hautfarbe täglich erleben", sagte Winfrey im Interview mit Blick.ch.
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