Tabakwerbung Reemtsma sagt EU-Werberestriktionen den Kampf an

Montag, 10. Februar 2014
Reemtsma wehrt sich gegen die geplanten Schockbilder
Reemtsma wehrt sich gegen die geplanten Schockbilder

Im Streit um die Tabakrichtlinie erwägt der Hamburger Zigarettenkonzern Reemtsma eine Klage gegen die Europäische Union und argumentiert mit der Enteignung der Markenrechte. Damit wehrt sich das Unternehmen gegen den "Wahnsinn der Regulierung", die die Werbemaßnahmen in der Tabakindustrie stark einschränken. Das bestätigt Reemtsma-Manager Marcus Schmidt im Gespräch mit der "Welt": "Irgend jemand muss sich doch einmal gegen diesen Wahnsinn an Regulierung gerade machen. Ich persönlich würde es befürworten, wenn mein Konzern die Rechtslage klären ließe." Reemtsma werde abwarten bis die Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt worden ist bevor sie darauf reagieren.

Denn noch ist die Tabakrichtlinie der EU nicht beschlossen. Spätestens im Spätsommer 2016 werde es jedoch auch in Deutschland zur Umsetzung der Warnbilder auf Zigarettenschachteln kommen, befürchtet Schmidt. Für den Zigarettenkonzern geht es dabei um viel, der Tabakkonsum geht weiter zurück. Der Mutterkonzern Imperial Tobacco verzeichnet von Oktober bis Dezember bereits ein leichtes Absatzminus, dieser Trend werde sich nach der Aussage Schmidts fortsetzen. hor
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