Surface Book Microsoft greift mit erstem eigenen Laptop in Deutschland an

Dienstag, 05. Januar 2016
Das Surface Book kommt nach Deutschland
Das Surface Book kommt nach Deutschland
Foto: Microsoft

Im Smartphone-Geschäft war die Aufholjagd von Microsoft bislang wenig erfolgreich. Im 3. Quartal 2015 - rund anderthalb Jahre nach Abschluss der Nokia-Übernahme und der anschließenden Gründung der Smartphone-Unit Microsoft Mobile - lag der weltweite Marktanteil von Windows Phone gerade einmal bei 1,7 Prozent. Jetzt versucht sich der Konzern in einer anderen Produktkategorie als Hardwarehersteller. Mit dem Ende 2015 vorgestellten Surface Book bringt Microsoft nun sein erstes Laptop auf den deutschen Markt.

Der Einstieg in den PC- und Laptopmarkt ist schon deshalb bemerkenswert, weil Microsoft damit nicht nur dem Intimfeind Apple mit seinen Macbooks, sondern auch seinen traditionellen Partnern direkt Konkurrenz macht. Schließlich sind es Anbieter wie Dell, HP oder auch Acer, die ihre stationären PCs und Laptops mit dem Windows-Betriebssystem ausstatten - und damit das nach wie vor wichtigste Standbein von Microsoft stützen. Ab Mitte Februar nimmt Microsoft mit dem Surface Book dann den Kampf gegen die Platzhirsche auf.  Der Startschuss für die Vermarktung fällt bereits jetzt. Ab diesem Dienstag kann das erstmals im Oktober 2015 in den USA vorgestellte Laptop hierzulande vorbestellt werden. Ab dem 18. Februar sollen deutsche Nutzer den ersten Microsoft-PC aus eigener Herstellung im Microsoft Store sowie online über ausgewählte Elektronikmärkte wie Media Markt, Saturn und Cyberport erwerben können. 

Das Surface Book kommt in vier verschiedenen Varianten auf den Markt. Je nach Ausstattung kosten die Geräte zwischen 1649 und 2919 Euro. Für Studenten gewährt Microsoft einen Rabatt von zehn Prozent. Bei einer ersten Präsentation im Oktober verglich Microsoft das teuerste Gerät mit Apples Macbook Pro: Das Surface Book sei zwei Mal schneller, sagte Microsoft-Manager Panos Panay. Als Alternative zum Touch-Display lässt sich das Gerät auch mit einem Stift - dem sogenannten Surface Pen - steuern.

Das Surface Book mit seinem 13,5 Zoll großen Bildschirm soll ein Referenzmodell dafür sein, was mit dem neuen Betriebssystem Windows 10 möglich ist. Damit beginne "eine neu Ära des Personal Computings ohne Kompromisse" sagte Oliver Gürtler, Windows-Chef bei Microsoft Deutschland.

Rund sechs Monate nach dem Start wird Windows 10 inzwischen auf 200 Millionen Geräten weltweit genutzt, teilte Microsoft mit. Mit mehr als 11 Milliarden Stunden Laufzeit allein im Dezember werde Windows 10 mehr als jede Version zuvor genutzt, hieß es. mas/dpa

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