Superbauer sucht Fastfood McDonald's bewirbt seinen McFarmer mit einem Landwirt der Extraklasse

Montag, 18. August 2014
Der Held in der neuen McDonald's-Kampagne ist ein Bauer
Der Held in der neuen McDonald's-Kampagne ist ein Bauer


Der Pitch um den lukrativen McDonald's-Werbeetat ist in vollem Gange und die amtierende Leadagentur schießt aus allen Rohren. In dem frisch gestarteten Spot zum Saison-Produkt McFarmer zeigt sich Heye & Partner erneut von einer neuen Seite. Statt der gewohnten humorvollen Episoden an der McDonald's-Theke erzählt die Agentur lieber eine Geschichte über den perfekten McFarmer-Kunden: Der ist natürlich Bauer und hat ganz besondere Kräfte.


Holzhacken, pflügen und glühende Hufeisen schmieden mit der bloßen Hand? Für den bärenstarken Bauern im jüngsten McDonald's-Spot kein Problem. Gleichzeitig hat der liebenswerte Landwirt auch seine weiche Seite und knuddelt gerne kleine Schäfchen und schüttelt auch mal den Nachbarskindern einen Apfel vom Baum. Doch am Ende eines langen Arbeitstages gönnt er seinen Fingern auch eine Belohnung: Sie dürfen dann den McFarmer-Burger halten, den es aktuell zu den Country Wochen der Fastfoodkette gibt.



Im Ländervergleich dürfte der deutsche Bauer im Vergleich zur linkrheinischen Konkurrenz allerdings eher als Weichei durchgehen. Auch McDonald's Frankreich setzt in seiner Kampagne für die Country Wochen auf Superhelden vom Land. Und die gallischen Bauern und Holzfäller warten noch mit wesentlich extremeren Kunststücken auf als ihre germanischen Kollegen.

Der deutsche Spot bemüht sich allerdings jenseits des Unterhaltungwerts um eine deutlich andere Tonalität als bei früheren Kampagnen zu Saison-Produkten. Ging es dort eher um das besondere Konsumerlebnis, das die Durchschnittskunden mit der Saisonware haben sollten, steht im aktuellen Spot das Produkt viel stärker im Vordergrund. Dabei versucht Heye aber nicht, wie beim Big-Mac-Spot, über ein Erzählen der Zutaten Authentizität zu erzeugen. Stattdessen dient der extrem urige Super-Bauer als Werbebotschafter für die Ländlichkeit des McFarmer-Burgers.

Die Kreation orientiert sich damit wesentlich stärker an der von der McDonald's-Zentrale ausgegebenen Maxime, stärker über die Qualität der Produkte zu sprechen. Ob die Kalkulaton letztlich aufgeht, ist allerdings eine ganz andere Frage. Wie in den Medien schon mehrfach berichtet, scheint auch das Untenrehmen selbst mittlerweile zu realisieren, dass sein Sortiment immer schlechter zu den aktuellen Konsumtrends im Casual-Dining-Segment passen. Wachstum verzeichnen derzeit vor allem Ketten wie Chipotle in den USA, die ihren Kunden eine höherwertige Form von Fastfood versprechen. cam
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