Online-Werbung 68 Prozent der Online-Nutzer finden Retargeting-Banner unpassend

Mittwoch, 09. Dezember 2015
Jeder Vierte ist sich der Existenz von Retargeting nicht bewusst.
Jeder Vierte ist sich der Existenz von Retargeting nicht bewusst.
Foto: GreenAdz
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Werbebanner Sandra Gärtner


Fast jeder kennt das Szenario: Kurz nachdem man im Internet nach einem Produkt gesucht hat, tauchen Angebote für genau dieses Produkt in einem Werbebanner auf. Laut einer Studie des Hamburger Marktforschungsunternehmens GreenAdz sind drei Viertel der Nutzer mit solchen Retargeting-Bannern vertraut.

Den Studienmachern zufolge sagen 24 Prozent der Befragten, dass ihnen diese Werbepraxis noch nie aufgefallen ist. Den meisten aber falle sie auf, weil sie schlecht ausgeführt werde, heißt es in einer Mitteilung von GreenAdz. 68 Prozent der Teilnehmer meinen, dass die Werbung unpassend sei, da sie sich schon längst nicht mehr für dieses Produkt interessieren beziehungsweise es bereits gekauft haben. 62 Prozent fragen sich, warum ihnen diese Werbung angezeigt wird, und woher der Anbieter die vermeintlichen Interessen kenne.

Eine gute Nachricht für die Marketingbranche: Vier von zehn Befragten stimmen explizit der Aussage zu, dass diese Art der Werbung hilfreich sei. Denn so könne man beispielsweise sehen, ob das Produkt mittlerweile günstiger erhältlich ist. "Auch hier zeigt sich, wie wichtig ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe für eine erfolgreiche Ansprache von Kunden ist – dies gilt insbesondere für die werbliche Kommunikation über Display-Banner", kommentiert Sandra Gärtner, Geschäftsführerin von GreenAdz, die Ergebnisse."Die zunehmende Unsicherheit, wie welche Daten jedes Einzelnen genutzt werden, birgt auch großes Potenzial, sich als Anbieter positiv abzusetzen. Zum Beispiel, indem man Nutzern erklärt, wie die - durchaus wahrgenommene - personalisierte Ansprache eigentlich zustande kommt." Gute Retargeting-Kampagnen seien dann für die User hilfreich, wenn die Kontakte nur wohldosiert für Performance-Kommunikation eingesetzt würden und ansonsten in gut kreierte Branding-Botschaften investiert werde.

Für die Studie wurden im April dieses Jahres 512 Online-Nutzer befragt. Rekrutiert wurden sie über das Online-Access-Panel von Lightspeed GMI, repräsentativ nach Soziodemographie beziehungsweise kreuzquotiert nach Alter und Geschlecht. ron

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