Studie Stationärer Handel muss Präsenz auf Smartphones zeigen

Mittwoch, 02. Dezember 2015
Die Präsenz auf Smartphones wird für den Handel immer wichtiger.
Die Präsenz auf Smartphones wird für den Handel immer wichtiger.
Foto: Bonial

Der stationäre Handel wird ohne eine mobile Präsenz kaum mehr wahrgenommen. Das geht aus einer Studie vom Handelsverband Deutschland HDE, dem eWeb Research Center der Hochschule Niederrhein und der Bonial-Gruppe hervor. Danach stieg der Anteil der Konsumenten, die von stationären Händlern eine mobile Präsenz fordern, von 44 Prozent im Jahr 2013 auf nun 51 Prozent.
Der Studie zufolge nutzen 65 Prozent der erwachsenen Bevölkerung das Smartphone als Informationsquelle außer Haus."Die Implikationen für den Handel sind enorm", kommentieren die Studienmacher die Ergebnisse. Aus Kundensicht würden stationäre Händler zunehmend nur noch als Abholstation, aber nicht mehr als Ort der Kaufentscheidung gesehen. Schon jetzt habe das mobile Internet die zentrale Zubringerrolle für andere traditionelle Einkaufskanäle übernommen. "Vor allem für den stationären Handel bedeutet diese Entwicklung, dass er ohne Präsenz im mobilen Internet aus Kundensicht nicht mehr als präsent wahrgenommen wird", heißt es in einer Mitteilung. Sogenannte Located-based-Services (LBS) könnten, wenn man den Studienmachern glauben will, die Rettung sein. Denn: Konsumenten verwenden LBS überwiegend zur Informationsbeschaffung. Dabei liegen „Informationen zu Ladenöffnungszeiten“ mit 37 Prozent vorne, „Läden/Händler einer bestimmten Kategorie in meiner Nähe suchen“ liegt mit 35 Prozent an zweiter Stelle. Generell steige die Relevanz von Informationen mit Lokalbezug stark an, heißt es weiter.
„Stationäre Händler haben gar keine andere Wahl, als sich zu digitalisieren.“
Stephan Tromp
Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer vom HDE
Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer vom HDE (Bild: Bonial)
Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer vom HDE, zieht ein klares Fazit: "Die vorliegende Studie macht unmissverständlich klar: Stationäre Händler haben gar keine andere Wahl, als sich zu digitalisieren." W-LAN etwa sei eine Grundlage für lückenlose Internetversorgung an vielen Handelsstandorten.

Für die bundesweit repräsentative Studie „Zukunft und Potentiale von standortbezogenen Diensten für den stationären Handel“ hat das Marktforschungsunternehmen Innofact in einer zweistufigen Untersuchung insgesamt 2018 Personen ab 14 Jahren befragt. Sie wurde aktuell zum dritten Mal veröffentlicht. ron
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