Studie Influencer Marketing hängt klassische Werbung in puncto Glaubwürdigkeit ab

Montag, 31. Oktober 2016
Influencer Marketing ist derzeit ein boomendes Geschäft.
Influencer Marketing ist derzeit ein boomendes Geschäft.
© HORIZONT

Influencer Marketing ist derzeit das Trend-Thema schlechthin. Dass so viele Unternehmen ihre Botschaften von Meinungsmachern aus dem Social Web verbreiten lassen, ist kein Wunder. Denn wenn es um Glaubwürdigkeit geht, ist Influencer Marketing aus Sicht vieler Marketingentscheider nicht zu schlagen. Das geht aus einer Studie der Agentur der Territory Webguerillas hervor.

Auch wenn die Studie nicht repräsentativ ist, da dafür vom 17. bis 22. Juni 2016 lediglich 100 mit Influencer Marketing vertraute Marketing-Entscheider befragt wurden, steckt sie doch voller interessanter Erkenntnisse. Die wichtigste: Aus Sicht der befragten Marketing-Entscheider aus Deutschland ist Influencer Marketing die Disziplin mit der höchsten Glaubwürdigkeit. 57 Prozent sehen das neue Marketing-Instrument ganz vorne – noch vor der Öffentlichkeitsarbeit (54 Prozent) und Content Marketing (50 Prozent). Für klassische Werbung sprechen sich 47 Prozent der Befragten aus.

Interessant ist auch, dass die Mehrheit der Marketer im kommenden Jahr einen Teil ihres Budgets für die noch junge Disziplin reserviert haben. Rund 68 Prozent der Befragten wollen 2017 in Influencer Marketing investieren. Lediglich 16 Prozent möchten das Instrument zukünftig nicht anwenden, weitere 16 Prozent wollen sich noch nicht festlegen.

Geht es um die Höhe der Investments für Influencer-Projekte, zeigen sich die Marketer noch vorsichtig: Rund 58 Prozent planen mit etwa fünf bis zehn Prozent ihres gesamten Marketing-Budgets. Den Influencern wird dabei oft eine prominente Funktion zugestanden. So wollen 42 Prozent der Entscheider die Meinungsmacher als Gesicht der Marke oder sogar als Markenbotschafter (33 Prozent) nutzen. Über ein Drittel wollen die Zusammenarbeit lieber auf das Erstellen von Content (34 Prozent) oder auf Social-Media-Kooperationen (36 Prozent) beschränken.

Bei der Dauer der geplanten Maßnahmen gibt es keine klare Linie. So setzen rund 46 Prozent auf eine langfristige und umfangreiche Zusammenarbeit – wiederum 43 Prozent können sich lediglich ein kurzfristiges und situatives Einbinden der Meinungsmacher in die Markenkommunikation vorstellen.

David Eicher, Geschäftsführer der Territory Webguerillas, erwartet, dass die junge Marketing-Disziplin weiter Fahrt aufnimmt. "Influencer Marketing hat das Potential, Geschäftsmodelle und -prozesse nach vorne zu treiben. Dies unterscheidet es wesentlich von den herkömmlichen Marketing-Disziplinen.“ mas

Meist gelesen
stats