Studie Influencer Marketing ist auf dem Weg zum Milliardenmarkt

Dienstag, 20. März 2018
Die Königin der Influencer: Pamela Reif
Die Königin der Influencer: Pamela Reif
© Douglas

Wenn man über Influencer Marketing spricht, ist der Begriff Trend nicht mehr zutreffend. Die Disziplin ist längst im Mainstream angekommen. Das bestätigt nun auch eine aktuelle Prognose von Goldmedia zur Marktgröße von Influencer Marketing im deutschsprachigen Raum: Demnach wird der Markt in der DACH-Region jährlich um rund 20 Prozent zulegen und damit 2020 bereits an der Milliardengrenze kratzen.

Der Prognose zufolge wird das Marktvolumen für Influencer Marketing allein in Deutschland bis 2020 auf über 800 Millionen Euro anwachsen. Für die DACH-Region rechnen die Marktforscher mit 990 Millionen Euro. Vorausgesetzt, die Professionalisierung der Branche schreitet weiter voran und die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt stabil. Damit würde Influencer Marketing auf knapp ein Sechstel der TV-Werbeumsätze (Netto) steigen, rechnet Goldmedia vor.

Die Marktzahlen basieren auf Szenarioanalysen, denen unter anderem Social-Media-Analytics-Daten, Angaben von über 1.000 Influencern sowie Tiefeninterviews mit Branchenexperten zugrunde liegen. Die Zahlen werden auf der All Influencer Marketing Conference in München präsentiert.
Influencer Marketing entwickelt sich zum Milliardenmarkt
Influencer Marketing entwickelt sich zum Milliardenmarkt (© Goldmedia)
Für die Studie wurden solche Accounts als Influencer in die Rechnung einbezogen, die als digitale Meinungsführer gelten und in sozialen Medien mindestens 10.000 Follower haben. Deren Erlösquellen sind vielfältig: Neben der direkten Bezahlung für gesponserte Fotos, Videos oder eine Story gibt es für Influencer diverse andere monetäre und nicht-monetäre Einnahmeformen, etwa Umsatzbeteiligungen im Rahmen von Affiliate Marketing-Vereinbarungen. Den größten Umsatzanteil erzielen Influencer jedoch mit direkt vergüteten, gesponserten Postings.

Die wichtigsten sozialen Netzwerke sind laut Goldmedia mit Abstand Instagram und Youtube. Über diese beiden Plattformen generieren Influencer weit mehr als die Hälfte der Einnahmen durch gesponserte Posts. Danach folgen Facebook, individuelle Blogs, Snapchat und Twitter.

Damit sich Influencer Marketing zum Milliardenmarkt entwickelt, ist allerdings eine weitere Professionalisierung der Akteure und Prozesse notwendig, mahnt Goldmedia in einer Mitteilung. Dazu gehöre auch, dass Influencer werbliche Inhalte konsequent kenntlich machen. Zuletzt hatte ein Bifi-Posting für Aufregung gesorgt, das nicht nur als tolpatschigster Werbepost in die Influencer-Geschichte eingehen könnte, sondern auch ohne Kennzeichnung daherkam. Social-Media-Profi Oguz Yilmaz forderte daraufhin im HORIZONT Podcast mehr Mühe bei der Werbekennzeichnung (siehe Soundcloud-Player unten). ron

 

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