Studie Deutsche B-to-B-Unternehmen geben mehr Geld für Marketing und Kommunikation aus

Freitag, 04. März 2016
Kuka-Marketer Andreas Bauer ist Mitglied im Bvik-Vorstand
Kuka-Marketer Andreas Bauer ist Mitglied im Bvik-Vorstand
Foto: Bvik
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Andreas Bauer Kuka Carsten Baumgarth TNS Infratest


Die Etats von deutschen B-to-B-Unternehmen für Marketing und Kommunikation sind im vergangenen Jahr sowohl intern als auch extern gewachsen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bundesverbands Industrie Kommunikation (Bvik). Danach stiegen die durchschnittlichen Marketing-Budgets um über 30 Prozent; auch die Zahl der Mitarbeiter in den entsprechenden Abteilungen hat sich um 13 Prozent erhöht.
Je nach Unternehmensgröße investierte der Industriesektor zwischen einem und knapp zwei Prozent des Umsatzes in Marketingmaßnahmen - ein Plus von durchschnittlich knapp 0,5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. "Gerade auch im für Deutschland enorm wichtigen Mittelstand haben viele erkannt, dass es bei steigendem Wettbewerbsdruck schon lange nicht mehr ausreicht, 'nur' gute Produkte zu haben", erläutert Andreas Bauer, Vice President Marketing von Kuka Roboter und Mitglied im Vorstand des Bvik.

Aufteilung der Marketingbudgets in deutschen B-to-B-Unternehmen

Quelle: Bvik
Dennoch liegen die Marketing-Budgets der Industrieunternehmen nach wie vor deutlich unter dem Niveau anderer Branchen, die teilweise zehn Prozent und mehr für diesen Bereich ausgeben. Ein Manko sei weiterhin die starke Fokussierung auf rein kommunikative Aufgaben, so Carsten Baumgarth von der HWR Berlin, der die Studie wissenschaftlich betreut: "Werbung, Messen und PR bleiben die Kernaufgaben der Marketing-Abteilungen in B-to-B-Unternehmen. Tätigkeiten aus den anderen Feldern des Marketing-Mix wie Pricing oder Schulungen und Vertriebstrainings sind hingegen nur selten Aufgabengebiete der Verantwortlichen." Für die Studie untersucht der Verband jedes Jahr, wofür B-to-B-Marketing-Entscheider ihre Gelder ausgeben. Mit Unterstützung des Marktforschungsinstituts TNS Infratest befragte der Bvik Ende 2015 über 100 deutsche Industrieunternehmen ab einer Größe von 50 Mitarbeitern mittels eines Online-Fragebogens. fam
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