Studentenarbeit Die notgedrungene Mond-Reise eines Flüchtlingskindes

Donnerstag, 04. Februar 2016
Das Flüchtlingskind auf einem engen Schlauchboot
Das Flüchtlingskind auf einem engen Schlauchboot
Foto: Screenshot Youtube / PFJF Perspektiven für jugendliche Flüchtlinge e.V.

Nach wie vor flüchten aus dem Nahen Osten Hunderttausende über das Mittelmeer in Richtung Europa, darunter auch zahlreiche Kinder. An der Hochschule für Fernsehen und Film in München (HFF) ist nun ein bewegender Spec-Spot entstanden, der die Geschichte eines jungen Mädchens erzählt, das mit ihrem Vater die gefährliche Flucht antritt. 

"Papa und ich müssen von hier weg", sagt das Kind zu Beginn des zweieinhalbminütigen Films. Dass der Vater eine Flucht über das Mittelmeer geplant hat, weiß das Mädchen nicht. Er lässt sie glauben, dass die gefährliche Flucht eine Reise zum Mond sei. "Ich bin jetzt ein Astronaut", sagt die Kleine. Erst gegen Ende des Filmes - als sich die beiden in einem engen Schlauchboot auf dem Mittelmeer befinden - scheint das Mädchen zu begreifen, dass irgendetwas an der Mond-Geschichte nicht stimmen kann. Der Clip endet mit dem Schriftzug: "Jede Reise erzählt eine Geschichte. Lasst uns das Happy End sein." Der Spot ist in einem Werbe-Seminar an der HFF München entstanden und wird aktuell vom Verein Perspektiven für Jugendliche Flüchtlinge verwendet. Die beiden Produzenten Trini Götze und Philipp Trauer (Absolventin und Student der HFF München) kennen den Verein schon länger. Der Spot, so betont es die HFF, kann auch von anderen Organisationen verwendet werden, etwa indem sie am Ende ihr Logo oder auch ihre Spenden-Daten hinterlegen.

Die Regisseurin Chiara Grabmayr, die aus Österreich oft mit dem Zug nach München unterwegs ist – reiste häufig zusammen mit Flüchtlingen und konnte mit einigen von ihnen sprechen. So entstand die Idee, beziehungsweise der Wunsch, im Werbe-Seminar zu diesem Thema etwas zu entwickeln. ron

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