Stimmen zum FIFA-Skandal "Weltfußball in Grundfesten erschüttert"

Mittwoch, 27. Mai 2015
Unter Druck: FIFA-Chef Sepp Blatter
Unter Druck: FIFA-Chef Sepp Blatter
Foto: dpa Pictire Alliance

Die FIFA produziert weiter Negativ-Schlagzeilen. Kurz vor der Präsidentschaftswahl am Freitag wurden heute sieben hochrangige Fußball-Funktionäre aus dem direkten Umfeld von FIFA-Boss Sepp Blatter festgenommen. Der Vorwurf: Organisiertes Verbrechen und Korruption. Auch wenn sich die offiziellen Sponsoren des Fußball-Weltverbandes noch zurückhalten, sind die Reaktionen auf den Skandal heftig. HORIZONT Online präsentiert die wichtigsten Stimmen und die bissigsten Tweets.
Sehr deutlich Stellung bezieht die Deutsche Fußball Liga DFL. Wie Liga-Präsident Rainhard Rauball in einer Stellungnahme sagte, "übersteigen die heute bekannt gewordenen Enthüllungen jedes Maß an Vorstellungskraft". Aus Sicht von Rauball wäre es ein falsches Signal, wenn unter dem Eindruck dieser Entwicklungen die Agenda des FIFA-Kongresses "wie geplant abgearbeitet würde".
„Sepp Blatter - obgleich offensichtlich persönlich nicht betroffen - sollte dem Fußball einen großen Dienst erweisen. So kann es nicht weitergehen.“
Rainhard Rauball
DFL-Präsident Reinhard Rauball
DFL-Präsident Reinhard Rauball
"Man darf nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Sollten sich die Vorwürfe als richtig herausstellen, würde dies die FIFA und den gesamten Weltfußball in den Grundfesten erschüttern", so Rauball wörtlich. Und weiter: "Sepp Blatter - obgleich offensichtlich persönlich nicht betroffen - sollte dem Fußball einen großen Dienst erweisen. So kann es nicht weitergehen." Auch die Politik äußert sich zu dem Vorfall. "Korruption darf im Fußball keinen Platz haben. Vorwürfe gg müssen endlich umfassend aufgeklärt werden. Fußball kein rechtsfreier Raum", twitterte Bundesjustizminister Heiko Maas, SPD (sehe Social-Media-Reaktionen unten). Aus Sicht von Grünen-Sportpolitiker Özcan Mutlu zeigen die Razzia und die Festnahmen bei der FIFA, dass "der Weltfußballverband am Abgrund steht, und mit ihm Fifa-Präsident Sepp Blatter." In der Huffingtonpost fordert Mutlu daher "die Aussetzung der für Freitag angesetzten Wahlen des Fifa-Präsidenten, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind und eine Neuvergabe der verschobenen Fußballweltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar." 

Reaktionen aus den sozialen Medien

 





 
 

 
 


 
 

 

 

 

 

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