Stiftung Verbrauchschutz McDonald's fliegt aus dem Sponsorenkreis

Mittwoch, 27. August 2014
McDonald's gehört nicht länger zu den Sponsoren der Stiftung Verbrauchschutz
McDonald's gehört nicht länger zu den Sponsoren der Stiftung Verbrauchschutz
Foto: McDonald's

Konsumenten haben Macht. Welche, das bekommt gerade McDonald's zu spüren. Nicht mit einem Shitstorm, sondern mit einem klassischen Platzverweis: Die amerikanische Fast-Food-Kette fliegt aus dem Sponsorenkreis der Stiftung Verbraucherschutz.
Die Stiftung, die sich im März 2013 gegründet hatte, hat sich auf die Fahnen geschrieben, an Schulen Themen wie Medienkompetenz, Klima, Konsum, Finanzen und Ernährung zu stärken. Ernährung, Schule und Junk-Food? Das geht gar nicht, findet Foodwatch und ruft zum E-Mail-Protest auf. Über 37.000 Konsumenten beteiligen sich an der Protestaktion. Dem Druck gibt die Stiftung, die heute nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen war, nach und streicht McDonald's von der Sponsorenliste. Das Unternehmen, das sich als Mitglied des EU-Pledge selbst dazu verpflichtet hat, unter anderem nicht in Schulen zu werben, hatte bis dato die Stiftung nur ideell unterstützt. Geld ist nach HORIZONT-Recherchen nicht geflossen.

Bei McDonald's in München ist man dennoch von dem Vorgehen der Stiftung irritiert. Das liegt vor allem an zwei Gründen: Zum einen war es die Stiftung selbst, die das Unternehmen zur Mitarbeit im Bündnis für Verbraucherbildung eingeladen hatte. Zum anderen: "Die Kündigung erfolgte ohne tatsächliche Nennung von Beweggründen und ohne ein persönliches Gespräch", erklärt ein Sprecher von McDonald's auf Nachfrage. Trotzdem sei die Teilnahme sinnvoll gewesen, heißt es weiter. "Die Ziele des Bündnisses befinden wir als Unternehmen nach wie vor als gut. Der mündige Verbraucher bleibt für uns, auch nach Ausscheiden aus dem Bündnis, ein Unterstützens wertes Leitbild." mir
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