Stadtmarketing Kultur beeinflusst das Image

Freitag, 12. August 2016
Kultur ist ein wichtiger Bestandteil von Dresdens Stadtmarketing-Konzept
Kultur ist ein wichtiger Bestandteil von Dresdens Stadtmarketing-Konzept
Foto: Dresden Marketing GmbH

Kultur kann einen wesentlichen Beitrag zum Stadtmarketing leisten, wie am Beispiel Dresden zu sehen ist: Obwohl die Stadt seit dem Beginn der regelmäßigen Demonstrationen der Pegida-Bewegung im Jahr 2014 viel negative Presse bekommen hat, steht sie im Brandmeyer Stadtmarken-Monitor 2016 nach wie vor auf Platz 4 der stärksten Stadtmarken Deutschlands – ein Rang, den sie bereits 2015 einnahm.
Dass dies auch kulturellen Aspekten geschuldet ist, davon ist Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Dresden Marketing, überzeugt: "Der gute Ruf der Stadt hatte durch die fremdenfeindlichen Äußerungen bei den Demonstrationen und die daraus resultierenden Schlagzeilen nachweisbar gelitten, insbesondere im Inland, vor allem bei Wissenschaftlern, Studenten und Touristen. Im Hinblick auf die Bedeutung der Kultur auch in kritischen Zeiten ist positiv festzustellen: Die Dresdner Kultureinrichtungen sind während dieser Zeit zum Ort des Diskurses und des Protestes geworden – zum Impulsgeber für die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen und gegen Intoleranz gegenüber Menschen aus aller Welt." Entsprechend wichtig ist der Baustein Kultur auch für das Stadtmarketing Dresdens: "Das vielfältige Kulturangebot unserer Stadt trägt erheblich zur wahrgenommenen Attraktivität Dresdens als Kunst- und Kulturmetropole von Weltrang bei, im In- wie im Ausland gleichermaßen", sagt Bunge. "Daher können wir authentisch und überzeugend mit kulturellen Reiseanlässen und Kulturbotschaftern werben und die Marke Dresden stärken."

Derlei Stadtmarketingkonzepte stehen auch im Fokus des 11. Kulturmarken Awards, der am 3. November in Berlin vergeben wird und bei dem HORIZONT Medienpartner ist. Die Anmeldefrist für Bewerbungen um Titel wie Kulturmanager, Kulturmarke oder Kultursponsor des Jahres läuft noch bis zum 31. August.
Vergeben werden die Preise im Rahmen des Kulturinvest-Kongresses am 3. Und 4. November, der das Motto "Quo vadis Kulturmarkt?" trägt. Das Forum behandelt in zehn Themenfeldern mit mehr als 85 mitwirkenden Referenten und Moderatoren die aktuellen Trends rund um den europäischen Kulturmarkt auf und reflektiert neue Modelle des Zusammenwirkens von Kultur und Wirtschaft sowie öffentlicher Hand und Medien. Alle Infos auch unter www.kulturmarken.de. son
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