Spot-Premiere Die Bahn macht aus Kunden Gold-Gewinner

Montag, 06. Januar 2014
Screenshot aus dem Bahn-Spot: Gold-Toni auf dem Weg zum Zug
Screenshot aus dem Bahn-Spot: Gold-Toni auf dem Weg zum Zug

Rund einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi startet die Deutsche Bahn eine Ambush-Kampagne. Der Logistikkonzern, der nicht zur Riege der offiziellen Sponsoren gehört, macht sich das Event wie schon frühere Sportgroßereignisse vor allem vertrieblich zu Nutze - mit der eigens aufgelegten Gold Bahncard. Beworben wird sie unter anderem im TV. HORIZONT.NET zeigt das Commercial, das ab dem 7. Januar im Free-TV läuft, vorab. Unter dem Motto "Go for Gold" machen die Bahn und Stammbetreuer Ogilvy Bahncard-Besitzer zu Gold-Gewinnern. Das Prinzip: Gewinnt die deutsche Mannschaft Gold in Sotschi, fahren Besitzer besagter Karte am nächsten Tag kostenlos durchs Land. Die Karte selbst kostet 25 Euro und ist vier Monate gültig.



Der fast einminütige Spot inszeniert ganz normale Bahnkunden wie Supersportler: In Extremzeitlupe, wie man sie aus der Sportberichterstattung kennt, sieht man Gold-Toni, Gold-Dagmar oder Gold-Herbert am Gleis entlanggehen, Koffer hochheben oder Fahrpläne studieren. Soup Film, Berlin, setzte die Idee von Ogilvy filmisch um, Regie führte Edward Berger. Der von Kaiser Maas für die Kampagne komponierte Song "Go for Gold" steht in Tradition der Olympia-Übertragungen der 90er Jahre. Er spielt auch bei den begleitenden Social-Media-Aktivitäten eine zentrale Rolle: ein eigens produziertes Musikvideo kann ab Kampagnenstart auf Youtube angesehen und geteilt, der Spot steht außerdem auf Bahn.de zum Download bereit.

Die Bahn-eigene Mediaagentur DB Media und Buch schaltet das Commercial ab dem 7. Januar auf reichweitenstarken Sendern. Funk-Spots, Anzeigen, Banner und ein Online-Gewinnspiel runden das Paid-Media-Paket ab. Auf Bahn.de und den eigenen Werbeflächen an den Bahnhöfen feiert der Konzern Bahn-Fahrer ebenfalls als Gold-Gewinner, die ihre Karten ebenso stolze präsentieren wie Olympioniken ihre Medaillen.

Den Kampagnenzeitraum hat die Bahn bis 6. Februar definiert, er endet damit einen Tag vor Beginn der Winterspiele. Auf Kundenseite sind Marketingchef Ulrich Klenke, die Leiterin Marketingkommunikation und Media Gabriele Handel-Jung sowie das Kampagnenmanagement Fernverkehr in Person von Peter Krämer und Anita Schenk verantwortlich. Agenturseitig waren neben Ogilvy-Kreativchef Stephan Vogel die Kreativdirektoren Peter Roemmelt und Simon Oppmann sowie Client Service Director Roland Stauber und Account Director Christian Thiel an Bord. mh
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