Spot-Premiere Bauhaus entdeckt emotionale Markenwerbung

Montag, 26. Mai 2014
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Bauhaus Markenwerbung Pfalz Hornbach Rewe Group Toom Baumarkt


Man könnte es den Hornbach-Effekt nennen: Seit die in der Pfalz ansässige Heimwerkermarkt-Kette mit emotionalen Kampagnen brilliert, sehen sich auch die wesentlich größeren Konkurrenten unter Druck, den Projekten ihrer Kunden einen emotionalen Bauplan zu liefern. Jetzt springt auch der letzte Traditionalist, der Mannheimer Konzern Bauhaus, auf den Trend auf, und liefert mit einer Kampagne der Agentur Freunde des Hauses einen gelungenen Einstieg. Die TV-Kampagne, die heute auf allen großen TV-Sendern startet, stellt für Bauhaus einen grunsätzlichen Strategiewechsel dar. Bisher war das Unternehmen nur als Sponsor mit seinem Markenclaim "Wenn's gut werden muss" im Fernsehen präsent. Schwerpunkt der Kommunikation blieb nach wie vor die klassische Preiskommunikation über Handzettel und regionale Medien. Selbst die Rewe-Tochter Toom, die noch auf TV-Werbung verzichtet, versucht zumindest in ihren Plakatkampagnen, ihre Marke zu emotionalisieren.

Über die konkreten Gründe, die Bauhaus zu diesem strategischen Schwenk motiviert haben, lässt sich derzeit nur spekulieren. Aber die Vermutung liegt nahe, dass der Expansionskurs von Hornbach gekoppelt mit dem steigenden E-Commerce-Volumen in dieser Handelskategorie den Verdrängungswettbewerb zwischen den großen Heimwerker-Märkten deutlich verschärft haben. Während in der Vergangenheit einen Großteil ihrer Kunden allein schon durch die räumliche Nähe gewannen, haben heute Kunden immer häufiger die Möglichkeit, zwischen mehreren Anbietern zu wählen. Marken, die sich dabei ausschließlich über rationale Argumente wie Preis und Sortiment positionieren, haben dabei schnell das Nachsehen. cam
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