Sportwetten Gericht legt Lizenzvergabe vorläufig auf Eis

Freitag, 19. September 2014
In Deutschland werden Schätzungen zufolge jährlich über vier Milliarden Euro umgesetzt
In Deutschland werden Schätzungen zufolge jährlich über vier Milliarden Euro umgesetzt
Foto: Bild: WoGi / Fotolia

Die geplante Regulierung des Sportwetten-Marktes in Deutschland verzögert sich weiter: Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat dem zuständigen hessischen Innenministerium die Vergabe der 20 vorgesehenen Lizenzen untersagt. Grund sei "ein gutes Dutzend Klagen" nicht berücksichtigter Wettbewerber.

Das berichtet unter anderem Spiegel Online. Demzufolge erließ das Verwaltungsgericht einen so genannten Hängebeschluss, der dem hessischen Innenministerium aufträgt, die Lizenzvergabe auszusetzen. Mit einer Klagewelle war gerechnet worden, seit das Ministerium Anfang September den Bewerbern mitgeteilt hatte, ob sie eine der Lizenzen erhalten. Auf der Liste fanden sich Anbieter wie Cashpoint, Bet-at-Home oder die Deutsche Sportwetten GmbH. Andere Marktteilnehmer wie Interwetten oder Tipico gingen hingegen leer aus.

Tipico gehörte auch zu den Unternehmen, die gegen die Lizenzvergabe geklagt hatten. "Wir begrüßen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Wiesbaden, die Konzessionsvergabe vorerst zu stoppen und sehen darin eine Bestätigung unserer grundsätzlichen Einwände gegen das gesamte Vergabeverfahren", sagt der Vorstandsvorsitzende Jan Bolz. Wie das Frankfurter Unternehmen weiter mitteilt, könnten "die über 850 Tipico-Wettannahmestellen in Deutschland mit ihren 5.000 Mitarbeitern" folglich weiter betrieben werden. ire

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