Fifa-Sponsoren Coca-Cola, Visa, McDonald's und Budweiser fordern Rücktritt von Blatter

Montag, 05. Oktober 2015
Joseph Blatter gerät unter Druck
Joseph Blatter gerät unter Druck
Foto: dpa Picture Alliance
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Sepp Blatter FIFA McDonald’s Budweiser Visum Coca-Cola


Endlich, wird mancher Kritiker sagen. Die Großsponsoren Coca-Cola, McDonald's, Budweiser und Visa fordern den Rücktritt von Fifa-Boss Joseph Blatter. Der lehnt ab.
Es ist eine der heißen Nachrichten am Freitagabend. Erstmals fordern Sponsoren aktiv den Rücktritt von Joseph Blatter. Nachdem die Schweizer Staatsanwaltschaft im Korruptionsskandal Ermittlungen gegen Fifa-Boss Blatter aufgenommen hat, scheinen die Unternehmen mit ihrer Geduld mit dem umstrittenen Fußball-Funktionär am Ende. "Mit jedem Tag, der vergeht, werden das Image und der Ruf der Fifa weiter befleckt. Die Fifa braucht eine umfassende und dringende Reform, und diese kann nur durch eine wirklich unabhängige Vorgehensweise erreicht werden", erklärt beispielsweise Coca-Cola in einem Statement. Der Getränkeriese ist seit 1974 Fifa-Partner und seit 1978 Sponsor der Fußball-Weltmeisterschaften. Nahezu gleich äußert sich McDonald's: "Die Ereignisse der letzten Wochen haben weiter den Ruf der Fifa und das öffentliche Vertrauen in seine Führung verringert. Wir glauben, es wäre für den Sport das Beste, wenn Fifa-Präsident Joseph Blatter sofort zurückzutreten würde." Ebenfalls fordern Budweiser und Visa eine Erneuerung an der Spitze des Weltfußballverbandes.

Auch bei der Jahrestagung des Markenverbandes am vergangenen Mittwoch war Blatter kurzzeitig Thema. DOSB-Präsident Alfons Hörmann erklärte auf der Veranstaltung: "Blatter sorgt dafür, dass wir ein Identitätsproblem haben. Er schadet dem Sport."

Blatter ficht das indessen alles nicht an. Er denkt gar nicht daran, den Forderungen der Sponsoren nachzugeben. Über seinen Anwalt ließ der 79-Jährige mitteilen, dass er respektvoll der Position von Coca-Cola widerspreche. Wenn er nun sein Büro verlassen würde, wäre das nicht zum besten Wohle der Fifa und es würde auch nicht den Reformprozess voranbringen. Er will bis zum 26. Februar 2016 im Amt bleiben. Mindestens muss man wohl hinzufügen. mir
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