Sportartikler Puma geht mit großen Hoffnungen ins zweite Halbjahr 2014

Dienstag, 29. Juli 2014
Puma-Chef Björn Gulden sieht sein Unternehmen auf einem guten Weg (Bild: Puma)
Puma-Chef Björn Gulden sieht sein Unternehmen auf einem guten Weg (Bild: Puma)


Von der Fußball-Weltmeisterschaft konnte Puma nicht so stark profitieren wie die Rivalen Adidas und Nike: In seiner Bilanz für das erste Halbjahr 2014 verbucht der Konzern teils starke Rückgänge, allerdings machten ihm dabei auch negative Währungseffekte in einigen Märkten zu schaffen. Viel wichtiger ist für den Sportartikler jedoch, dass im weiten Verlauf des Jahres einige Weichen gestellt werden sollen, um als "schnellste Sportmarke der Welt" wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. So blieben die konsolidierten Umsätze im ersten Halbjahr 2014 konstant bei 1,38 Milliarden Euro. Negative Währungseffekte in der Türkei, Russland, Südafrika, Indien, Japan und Amerika führten allerdings zu einem Rückgang in der Berichtswährung Euro um 6,5 Prozent. Das Operative Ergebnis (EBIT) ging ebenfalls zurück, und zwar von 110 Millionen auf 71 Millionen Euro. Das Konzernergebnis sank in den ersten sechs Monaten von 68 Millionen auf 40 Millionen Euro. Die Belastungen durch schwache Währungskurse drücken dementsprechend auch auf die Ergebnisse des 2. Quartals 2014. In diesem Zeitraum gingen die konsolidierten Umsätze um 5,8 Prozent auf 652 Millionen Euro zurück, währungsbereinigt verbuchte Puma allerdings einen leichten Anstieg um 0,6 Prozent. Das EBIT ging derweil von 31 auf 13 Millionen Euro zurück, das Konzernergebnis verringerte sich von 18 auf 4 Millionen Euro.

"Die Repositionierung von Puma und die Trendwende in der Geschäftsentwicklung benötigen noch etwas Zeit", kommentiert Puma-CEO Björn Gulden die Zahlen, die sich den Erwartungen gemäß entwickelt hätten. "Dennoch bin ich davon überzeugt, dass wir bereits große Fortschritte bei all unseren wichtigsten strategischen Projekten erzielt und die richtigen Schritte eingeleitet haben, damit 2014 die Trendwende gelingt."

Mit der Sichtbarkeit seiner Marke während der WM zeigte sich der Puma-Chef durchaus zufrieden. So habe sei in fast der Hälfte aller Partien mindestens eine von insgesamt acht von Puma ausgestatteten Mannschaften auf dem Platz gestanden. Zudem habe man fast alle Fußballschuhe mit dem pink-blauen Farbkonzept "Tricks" verkauft und damit "den erfolgreichsten Absatz von Fußballschuhen in der Firmengeschichte" erzielt. Der Juli war außerdem Startpunkt einer vielversprechenden Partnerschaft: Seit dem 1. Juli ist Puma Ausrüster von Arsenal London, dem Verein der deutschen Weltmeister Mesut Özil, Per Mertesacker und Lukas Podolski. Das Trikot des Topclubs habe bereits in der ersten Woche nach Einführung "beeindruckende Abverkäufe" verzeichnet.

Puma bekräftigte einmal mehr, dass 2014 eine Trendwende in der Geschäftsentwicklung markieren solle. Dabei soll auch die bereits angekündigte Markenkampagne "Forever Faster" helfen, bei der es sich nach Unternehmensangaben um die größte Kampagne des Unternehmens innerhalb des letzten Jahrzehnts weltweit handeln soll. Nun gibt Puma erste Details zu dem von JWT New York entwickelten Auftritt bekannt: Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Markenbotschafter wie Usain Bolt, Mario Balotelli, Rickie Fowler sowie Marta und Lexi Thompson, die die Markenwerte "mutig", "zuversichtlich", "entschlossen" und "mit Spaß dabei" verkörpern sollen. Anlaufen wird "Forever Faster" am 7. August zunächst in Nord- und Lateinamerika sowie in der Region Asien-Pazifik, der Europa-Start soll wenig später erfolgen.

Von der klaren Positionierung als Sportmarke, die auf Gulden zurückgeht, verspricht sich Puma mittelfristig "profitables und nachhaltiges Wachstum". Unterstützt werde die Trendwende dadurch, dass man "weiterhin verstärkt in Sportmarketing investiert, während gleichzeitig der konsequente Sparkurs in Bezug auf andere operative Aufwendungen fortgesetzt wird." ire
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