Sponsoring Ajoint will Sponsoren mehr Kontrolle ermöglichen

Donnerstag, 13. November 2014
Die Software bewertet Sponsoring-Anfragen anhand von vordefinierten Kriterien
Die Software bewertet Sponsoring-Anfragen anhand von vordefinierten Kriterien
Foto: Ajoint
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Ajoint Sponsoringagentur Oliver Michel Alexander Wiecha


Sponsoring-Engagements effektiv und effizient zu managen, stellt besonders kleine und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen - logistisch, personell und finanziell. Die Frankfurter Sponsoringagentur Ajoint will mit einem neuen Tool Abhilfe schaffen.
Speet by Ajoint nennt sich die browserbasierte Software. Sie soll es sponsernden Firmen erleichtern, die richtigen Sponsorings auszuwählen, zu verwalten und zu archivieren. "Ausgangslage für die Entwicklung der Software war die Tatsache, dass es viele kleine und mittelständische Unternehmen gibt, die zahlreiche Sponsoringanfragen erhalten. Solche Firmen können sich aber die oft aufwändige und zeitintensive Beratung und Bewertungen durch eine Agentur häufig nicht leisten", sagt Ajoint-Geschäftsführer Oliver Michels. In der Entwicklung arbeitete die Agentur mit ausgewählten Kunden zusammen, um das Produkt quasi "am lebenden Objekt" zu testen und dementsprechend reifen zu lassen. Speet soll den Nutzern so viele Aufgaben abnehmen wie möglich, ohne den persönlichen Kontakt zwischen Rechtehalter und Sponsor ganz aufzugeben. Und so funktioniert es: Eingehende Sponsoringanfragen werden automatisch erfasst und mit Kriterien abgeglichen, die der Sponsor vorher definiert hat. "Jedes gute Sponsoring kommt aus einem starken Markenverständnis. Es braucht klare Ziele und Kriterien dafür, was man mit einem solchen Engagement erreichen will", sagt Michel hierzu. Anschließend folgt eine manuelle Überprüfung der Anfrage und entweder eine Zu- oder eine Absage, wobei letztere über eine der Software angegliederte Nachrichtenzentrale verschickt wird. Auch laufende Sponsorings lassen sich mit Speet überprüfen. Dazu müssen die Firmen nur eine Anfrage an sich selbst stellen - ist die Schnittmenge mit den definierten Kriterien groß, ist das Unternehmen mit seinem Sponsoring auf dem richtigen Weg.

Zudem werden sämtliche Vorgänge gespeichert und archiviert, sodass sich auch neue Mitarbeiter einen Überblick über frühere und aktuelle Engagements verschaffen können, sagt Alexander Wiecha, der das Projekt bei Ajoint leitet. Und der Senior Manager denkt bereits weiter: "Wir arbeiten derzeit an einer standardisierten Erfolgskontrolle für Sponsoring. Eine Basisversion davon wollen wir perspektivisch in die Software integrieren."

Sponsoren soll dies nicht nur in die Lage versetzen, ihre Sponsorings besser zu verwalten. "Wir wollen eine Rationalisierungsgrundlage für Sponsoring schaffen", so Michels. Er beklagt, dass der zunehmende Reportdruck Sponsoringverantwortliche unter permanenten Rechtfertigungszwang setze. "Das muss aufhören!", fordert der Agenturchef. "Andere Werbeinstrumente werden auch nicht in dieser Weise hinterfragt. Mit unserem Programm wollen wir es Entscheidern erleichtern, ihre Sponsoring-Engagements zu objektivieren und damit auch zu verteidigen."

Für die Nutzung der Software wird eine Pauschale von 14.500 Euro fällig. Darin enthalten sind die Erstanschaffung, zwei Beratungstage für die individuelle Erstkonfiguration und Mitarbeiterschulung sowie die Nutzungsgebühr für das erste Jahr. Vermarktet wird Speet nicht nur von Ajoint, sondern auch von der Partneragentur Akzio. Das erweitert den potenziellen Kundenkreis enorm - und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die Agenturen sich selbst lukratives Beratungsgeschäft wegnehmen: "Das Programm kann uns Zugang zu Unternehmen eröffnen, die vielleicht mit einer anderen Agentur zusammengearbeitet hätten. Deswegen befürchten wir auch keinen Kannibalisierungseffekt, weil einige Kunden statt einer persönlichen Beratung lieber die Software in Anspruch nehmen", so Michels.

Zumal die Agentur nicht nur bei kleinen und mittelständischen Betrieben Bedarf nach einer solchen Software-Lösung ausgemacht hat. Auch große Unternehmen zeigen laut Michels Interesse. ire
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