Sponsored Updates Wie LinkedIn attraktiver für die Werbeindustrie werden will

Mittwoch, 24. Juli 2013
Auf LinkedIn sind ab sofort Sponsored Updates von Unternehmen zu sehen (Bild: LinkedIn)
Auf LinkedIn sind ab sofort Sponsored Updates von Unternehmen zu sehen (Bild: LinkedIn)


LinkedIn will seine Attraktivität für die Werbeindustrie erhöhen. Das nach eigenen Angaben mehr als 225 Millionen Mitglieder zählende Business-Netzwerk führt deswegen gesponsorte Statusmeldungen ein, so genannten Sponsored Updates. Mit diesem Tool, das es unter dem Label Sponsored Stories auch beim großen Konkurrenten Facebook gibt, sollen die gut 3 Millionen auf der Plattform registrierten Unternehmen ihre Botschaften rund um die Produkte im Newsfeed von LinkedIn-Mitgliedern platzieren können. Sichtbar sind die Werbebotschaften - wie etwa Neuigkeiten, Videos, Präsentationen - sowohl von stationären PCs aus als auch von mobilen Endgeräten. Interaktionsmöglichkeiten bestehen für die Mitglieder des Netzwerks über die Funktionen Like, Share, Comment und Follow. Als Abrechnungsmodell entschied sich LinkedIn für Cost per Impression (CPM) oder Cost per Click (CPC) - den Erfolg sollen teilnehmende Unternehmen über entsprechende Analyse-Werkzeuge kontrollieren können, die auch ein Anpassen der Strategie in Echtzeit ermöglichen, wie LinkedIn mitteilt. Verfügbar sind die Sponsored Updates in 20 Sprachen und 200 Ländern. Zu den ersten Kunden gehören Unternehmen wie Turkish Airlines, das Wall Street Journal, Mercedes-Benz USA oder Adobe. Bis Ende des Monats soll das neue Tool für alle Unternehmen mit eigenem LinkedIn-Profil verfügbar sein.

"Werbungtreibende nutzen zunehmend Content, um ihre aktuellen oder potenziellen Kunden zu informieren, zu erziehen oder zu inspirieren. Doch auf ihren eigenen Kanälen erzielen sie mit qualitativ hochwertigen Inhalten wie Slideshows, Artikeln, Videos oder Whitepapers oft nicht genug Reichweite oder Interaktion", schreibt David Hahn, Vice President Product Management bei LinkedIn, in einem Blogbeitrag. "Mit Sponsored Updates werden Marketer in der Lage sein, mit ihren Inhalten ein relevantes Publikum dort zu erreichen, wo es sich bereits aufhält."

LinkedIn hatte im vergangenen Sommer ein umfangreiches Redesign durchgeführt, um die Nutzer zu mehr Interaktivität und längerer Verweildauer zu animieren. So wurde etwa ein neuer Newsfeed eingeführt, wie es ihn auch bei Facebook gibt. Eine Annäherung an das soziale Netzwerk sieht Richard George jedoch nicht: "Kontext ist alles, auf LinkedIn verbringen unsere Mitglieder wesentlich mehr Zeit mit Business-Inhalten als in anderen Netzwerken. Gerade weil wir beruflich relevante Inhalte bieten, die nirgendwo anders zu finden sind, üben wir täglich eine starke Anziehungskraft auf Besucher aus, die genau das suchen. LinkedIn entwickelt sich zu einer Publishing-Plattform, daher ist Content Marketing inzwischen ein wichtiger Teil unserer Strategie für die LinkedIn Marketing Solutions. Sponsored Updates sind dabei das Kernprodukt in diesem Zusammenhang."

Durch die erhöhte Sichtbarkeit von Werbebotschaften im Nachrichtenstrom dürfte sich der Anteil der Werbeeinnahmen, die sich im 1. Quartal 2013 auf 23 Prozent des Gesamtumsatzes von 325 Millionen Dollar beliefen, weiter erhöhen. Den Großteil seines Umsatzes macht LinkedIn nach eigenen Angaben mit so genannten "Talent Solutions", also Lösungen zur Personalrekrutierung. Das dritte wichtige Standbein sind bezahlte Premium-Accounts. ire
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