Social Media Mehrzahl der Promi-Follower sind im realen Leben keine Fans

Mittwoch, 03. Februar 2016
Nicht jeder Follower im Social Web ist auch im realen Leben ein Fan
Nicht jeder Follower im Social Web ist auch im realen Leben ein Fan
Foto: Colourbox
Themenseiten zu diesem Artikel:

Instagram tumblr Facebook Twitter YouTube Justin Bieber


Viele Prominente posten, twittern und sharen regelmäßig Beiträge aus ihrem Leben in den sozialen Medien. Millionen Abonnenten folgen ihnen. Sie jedoch als "Online-Fans" zu bezeichnen wäre falsch - eher "Online-Sympathisant". Einer Auswertung der Agentur Human Brand Index zufolge sind nämlich die überwiegende Mehrzahl der Follower von Prominenten gar keine Fans im realen Leben.

Laut der Untersuchung liegt der Anteil der sogenannten "Real Life Fans" - also die Follower, die auch im realen Leben Fans des jeweiligen Promis sind - bei nur etwa 16 Prozent. Die meisten sozialen Netzwerke toppen diesen Wert: Vor allem auf Tumblr (38 Prozent), Instagram (32 Prozent), Twitter (26 Prozent) und YouTube (24 Prozent) finden sich mehr "echte Fans".

Prominente in den sozialen Netzwerken
Prominente in den sozialen Netzwerken (Bild: Human Brand Index)
Die Celebrities konkurrieren dabei online untereinander um Aufmerksamkeit. Am größten verteilt ist diese Nutzer-Aufmerksamkeit auf Instagram: Auf der Bilder-Plattform folgen die User im Schnitt 5,2 Promi-Accounts - der Höchstwert. Dahinter liegen Twittter-User mit vier und Facebook-Mitglieder mit durchschnittlich drei Profilen. Die User unterscheiden sich hier jedoch stark: Während auf Facebook der Hälfte der Nutzer gar kein Prominenter gefällt, folgen 19 Prozent der Befragten auf Instagram elf Promi-Profilen oder mehr. Insgesamt verfolgen etwa 60 Prozent aller Nutzer die Beiträge von Beyonce, Justin Bieber und Co regelmäßig, doch nur etwa jeder Vierte (23 Prozent) wird tatsächlich aktiv und kommentiert beziehungsweise teilt Posts. Die höchste Interaktionsrate haben Tumblr, Pinterest und Instagram, wo sich über 30 Prozent der Nutzer aktiv mit den Postings der Prominenten beschäftigen.

Ab und an müssen die Promis dann auch mit unerwünschten Hater-Kommentaren umgehen. Doch wie? Beleidigende Posts ignorieren oder löschen? Darüber sind sich die Befragten uneins. Rund die Hälfte gesteht den Prominenten das Recht zu, beleidigende Kommentare zu löschen. Die andere Hälfte plädiert für das Ignorieren. Sollte stattdessen der Promi selbst beleidigend reagieren, findet das nur eine Minderheit von etwa acht Prozent in Ordnung. Human Brand Index zufolge spreche dies dafür, dass Prominenten auch in den sozialen Netzwerken eine starke Vorbildfunktion zuerkannt würde und die Social Media-Profile von der Hälfte der Onliner nicht als private Website der Celebrities, sondern als öffentliches Forum verstanden würden.

Für die - nach eigenen Angaben repräsentative - Studie hat die Agentur Human Brand Index insgesamt 1020 Menschen befragt. Die vollständige Studie gibt es kostenlos hier. ron

Meist gelesen
stats