Social-Media-Kampagne Berentzen entführt die junge Zielgruppe nach "Echtland"

Donnerstag, 18. Februar 2016
Berentzen hat für alle authentischen Nicht-"Smombies" Echtland geschaffen
Berentzen hat für alle authentischen Nicht-"Smombies" Echtland geschaffen
Foto: Screenshot Youtube

"Storymaking" in Social Media statt klassischer TV-Werbung - diese Maxime verfolgt Berentzen mit seiner neuen Kampagne, die die Zielgruppe der 18- bis 25-Jährigen erreichen soll. Dafür gründet die Spirituosenmarke jetzt ein einen eigenen fiktiven Staat: "Echtland".
Schon im vergangenen Jahr investierte Berentzen eine siebenstellige Summe in die Kampagne "Unfake" auf Facebook, Instagram und Twitter und zog danach ein positives Fazit. Die Bekanntheit in der jungen Zielgruppe stieg, auch wenn die Kaufimpulse noch ausblieben. Die sollen jetzt mit "Echtland" folgen. Dabei thematisiert die Marke eine Problematik, die die Millennials in den sozialen Netzwerken nur zu gut kennen dürften - nämlich dass die Außenwirkung für das eigene Selbst in Zeiten von Selfie-Wahnsinn und Fitness-Apps vermeintlich immer wichtiger wird, obwohl doch eigentlich alle nur "authentisch" sein wollen. Für alle, die sich diesem Konflikt entziehen wollen, hat Berentzen gemeinsam mit Leadagentur Aimaq von Lobenstein "Echtland" gegründet, das in einer "Regierungserklärung" auf Youtube angepriesen wird. Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Microsite NachEchtland.de, auf der Nutzer zu verschiedenen Mitmach-Aktionen animiert werden. Aktuell kann zum Beispiel über die Landesfahne abgestimmt werden. Zudem gibt es einen Kampagnenfilm, der humorvoll das Jugendwort des Jahres 2015 "Smombie" im Kino-Setting inszeniert (siehe unten).
Ziel des Auftritts ist es laut Frank Schübel, Vorstandssprecher von Berentzen, eine eigene Webcommunity aufzubauen und so langfristige Kundenbindung in der Zielgruppe zu schaffen: "Wir haben mit unserer Ausrichtung auf Online und Social Media einen Weg gefunden, mit unserer jungen Zielgruppe 18 plus effizienter und glaubwürdig zu kommunizieren. Zudem lässt sich die neue Berentzen Tonalität - spaßorientiert und selbstironisch - online sehr gut verankern. So präsentieren wir unseren Markenkern Ländlichkeit mit Echtland zeitgemäß relevant."

"Echtland soll eine Einstellung in den Köpfen und Herzen der Menschen werden", ergänzt Agentur-Gründer André Aimaq. Dabei habe "Echtland" mit klassischer Marken- und Produktwerbung wenig zu tun, sondern soll vielmehr eine werteorientierte Botschaft in Zeiten hoher gesellschaftlicher Erwartungen vermitteln.

Neben der Website stehen Facebook und Youtube im Mittelpunkt der Kampagne, wo die Clips als Pre-Rolls und True-View-Videoanzeigen eingesetzt werden. Leadagentur Aimaq von Lobenstein zeichnet neben der Entwicklung der Kampagne auch für Community Management, PR sowie für Konzeption und Design der begleitenden Microsite verantwortlich. Produziert werden die Filme von CrossingBerlin, Regie führte Greg Bray. Die Websiten-Programmierung übernahm Die Etagen, das Blogger-Seeding Unruly. Die Mediaplanung steuerte Crossmedia. tt
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