"So ein geiler Typ" FDP-Kampagne mit Lindner mündet in Satire-Scharmützel

Dienstag, 11. Juli 2017
Lindner-Persiflage auf Twitter
Lindner-Persiflage auf Twitter
© Screenshot: Twitter / Robert Heinrich
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Die von Heimat entwickelte FDP-Wahlkampagne "Denken wir neu" mit klarem Fokus auf Spitzenkandidat Christian Lindner sorgt im Netz für Furore. Vor allem auf Twitter bekommen die Freien Demokraten unter dem Hashtag #Lindnersprueche ihr Fett weg. Besonders angetan hat es den Nutzern ein am Montag in Berlin vorgestelltes Plakatmotiv mit Lindner als Blickfang.
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"Die Digitalisierung ändert alles. Wann ändert sich die Politik?", so lautet der Slogan der FDP-Kampagne. Auf Twitter wurden diverse satirische Variationen gepostet - einige mit Anspielungen auf das FDP-Image als "Besserverdienenden-Partei".
Nah am Original blieb der Grünen-Bundestagsabgeordnete Kai Gehring mit seinem Post: "Ein neues Design ändert alles. Aber wann ändert sich die FDP?" Die Haltung der Liberalen zur Energiepolitik rückte ein anderer Nutzer ins Zwielicht: "Zukunft! Zumindest für Kohle und Atom. Windkraft ist mir zu sauber."

Die angebliche soziale Kälte der FDP griffen zwei veränderte Slogans auf: "Die Schwächsten der Gesellschaft? Hab ich irgendwie keinen Kopf für!" und "Kostenlose S-Bahn? Sollen sie doch S-Klasse fahren." Lindner selbst wurde für die stark auf ihn selbst zugeschnittene Kampagne mit Bildern des bekannten Fotografen Olaf Heine verhohnepiepelt: "Ich weiß auch nicht, warum ich auf jedem Plakat bin!", hieß es, oder auch: "Wen interessieren schon Inhalte, wenn man so ein geiler Typ ist."

Einen FDP-Konter im Twitter-Scharmützel setzte der Vorsitzende der Nachwuchsorganisation Junge Liberale, Konstantin Kuhle. Er nahm die politische Konkurrenz aufs Korn: "Liebe @Die_Gruenen: Wenn Eure Hetze gegen die @fdp endet wie unser Grünen-Bashing 2013, könnt Ihr schonmal die Büros räumen" - eine Anspielung auf den Rauswurf der Liberalen aus dem Bundestag vor vier Jahren. Die Bundes-Grünen versuchten am Dienstag nicht den Eindruck zu zerstreuen, dass sie hinter der satirisch gemeinten Aktion stecken. dpa 

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