Schweizer Aufklärungskampagne Sexting kann Menschen zerstören

Mittwoch, 23. Oktober 2013
Mit Plakaten warnt Pro Juventute vor Sexting
Mit Plakaten warnt Pro Juventute vor Sexting


Die Schweizer Stiftung Pro Juventute hat im Land der Eidgenossen eine nationale Kampagne gegen Sexting gestartet. Hinter dem Begriff steht das Versenden von intimen Fotos via Internet oder Smartphone. Mit dem Auftritt will die gemeinnützige Organisation vor allem Jugendliche aufklären. Mit der Kampagne nimmt sich die Stiftung, die nach eigenen Angaben Jugendliche und deren Eltern auf dem Weg zu selbst- und sozialverantwortlichen Persönlichkeiten unterstützt, einem brisanten Thema an, das aber in der Öffentlichkeit kaum präsent ist. Eine im Auftrag der Organisation durchgeführte repräsentative Umfrage ergab, dass acht von zehn Schweizern nicht wissen, was Sexting ist. Die Kampagne steht daher unter dem Slogan "Sexting kann Dich berühmt machen. Auch wenn Du es gar nicht willst".

Mit einem TV-Spot, Online-Aktivitäten und Plakaten, die auch in Schulen zu sehen sind, will die Pro Juventute durchaus provokant sowohl Eltern als auch Jugendliche für das Thema sensibilisieren. Der Auftritt soll zeigen, dass der Missbrauch von intimen Fotos schwere Konsequenzen haben kann. Cybermobbing, Erpressung, seelische Schäden können beispielsweise Folgen sein. Mit einer für die Kampagne entwickelten Facebook-App können Jugendliche im Sinne eines Cyber-Risiko-Checks ihr Profil überprüfen. Auf der Kampagnenplattform finden Jugendliche und Eltern zudem Informationen zum Thema. Weiterhin bietet die Organisation allen Schulen in der Schweiz Materialien angeboten, um Jugendliche auf die Notrufnummer 147 von Pro Juventute aufmerksam zu machen.

Die Kreation der umfrangreichen Kampagne stammt von TBWA in der Schweiz. Mit der Aufklärugsaktion nimmt die Schweiz eine Vorreiterrolle in Europa ein. Bislang gab es nur in Großbritannien eine ähnliche kommunikative Offensive gegen Sexting. mir
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