Deutsche Bahn BBDO schickt dreifachen Nico Rosberg in ein Wettrennen gegen sich selbst

Freitag, 20. Oktober 2017
Nico Rosberg übernimmt in dem Deutsche-Bahn-Film eine Dreifachrolle
Nico Rosberg übernimmt in dem Deutsche-Bahn-Film eine Dreifachrolle
© Deutsche Bahn

Den 10. Dezember dürften sich tausende Pendler rot im Kalender anstreichen. Dann eröffnet die Deutsche Bahn nämlich die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke, die die Fahrgäste in unter vier Stunden von München nach Berlin bringt. Ab der nächsten Woche feiert der Konzern die neue Strecke mit einer groß angelegten Kampagne im TV und Online. Die Wahl des prominenten Markenbotschafters ist dabei durchaus eine Überraschung. Schließlich brachte man Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg bislang vor allem mit schnellen Autos in Verbindung - und nicht mit dem ICE.
Die Schnellstrecke München-Berlin ist eines der größten und wichtigsten Infrastruktur-Projekte des DB-Konzerns. Rund 20 Millionen Menschen sollen entlang der Strecke von der wesentlich schnelleren Verbindung profitieren. Und um diese Mehrwerte für die Kunden verständlich zu machen, hat die Deutsche Bahn gemeinsam mit Agenturpartner BBDO Berlin ein Testimonial an Land gezogen, das wie kaum ein zweites für Schnelligkeit, Dynamik und Power steht: Nico Rosberg. Im Mittelpunkt des Auftritts steht ein 90-sekündiger Film, der in einer 27-Sekunden-Fassung im TV zum Einsatz kommt. Darin übernimmt der Formel-1-Weltmeister von 2016 eine Dreifach-Rolle und tritt in einem spektakulär inszenierten Split-Screen-Wettrennen à la "The Fast And The Furious" gegen sich selbst an: Einmal absolviert der 32-Jährige die Strecke von München nach Berlin im Auto, einmal im Flugzeug und einmal im Schnellzug der Bahn. Am Ende gewinnt, na klar, der ICE-Rosberg und lässt auf der Dachterrasse eines Luxushotels die Champagner-Korken knallen.
Mit dem aufwendig produzierten Film zur neuen Schnellstrecke will die Deutsche Bahn ihre Wettbewerbssituation gegenüber den anderen Verkehrsmitteln stärken. Markenbotschafter Rosberg dürfte dazu für positive Sympathiewerte bei der Zielgruppe sorgen. Und die kann die Deutsche Bahn traditionell gut gebrauchen. Zudem steht der Ex-Rennfahrer mit seiner progressiven Einstellung zum Thema Mobilität, Bodenständigkeit und Modernität für Werte, die auch die Marke für sich beansprucht. Ob die Konsumenten Rosbergs Einsatz für den Konzern aber auch als glaubwürdig empfinden, wird sich herausstellen. Schließlich steht er wie kaum ein zweiter in Deutschland für schnelle Autos und war regelmäßig für seinen langjährigen Arbeitgeber Mercedes-Benz im Werbe-Einsatz.

Die Kampagne, die am 23. Oktober startet, ist laut Angaben der Deutschen Bahn die erste seit rund zehn Jahren, die wieder vom DB-Konzern gesteuert wird und nicht von der Tochtergesellschaft DB Fernverkehr. Federführend verantwortlich ist das Marketing-Führungsduo Antje Neubauer und Oliver Schumacher, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Markenkommunikation der Deutschen Bahn in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln. Die neue Kampagne mit Nico Rosberg soll dabei ein erster Akzent in diese Richtung sein.

Neben TV und Online umfasst die Kampagne auch Out-of-Home-Medien und umfangreiche Social-Media-Formate. Zudem wird der Spot im Kino zu sehen sein, unter anderem im Umfeld von "Star Wars: Der letzte Jedi" (Starttermin: 14. Dezember). Aktivierende Funkspots und Printanzeigen runden den Mediaplan ab. Das Gesamtvolumen der Kampagne liegt nach HORIZONT-Informationen im zweistelligen Millionenbereich.

Konzipiert und umgesetzt wurde die Kampagne von BBDO unter der Leitung von BBDO Group Germany-CEO Frank Lotze sowie den BBDO Berlin-Geschäftsführern Franzis Heusel (Beratung) und Tobias Grimm (Kreation). Soup Film produzierte den Spot, Regie führte Mario Feiltt
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