Schmutziges Palmöl Procter & Gamble gibt Greenpeace nach

Mittwoch, 09. April 2014
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Die öffentliche Stimmungsmache von Greenpeace hat offenbar gewirkt. Jedenfalls hat Procter & Gamble eine neue Waldschutz-Richtline veröffentlicht, in der der FMCG-Riese klare Ziele formuliert - unter anderen, bis zum Jahr 2020 vollständig auf Palm- und Palmkernöl aus Regenwaldzerstörung zu verzichten. Bereits bis 2015 will P&G dafür Sorge tragen, dass die Palmöl-Lieferkette bis zur Mühle zurückverfolgt werden kann. Außerdem sollen Lieferanten bis Ende 2015 einen Plan vorlegen, wie sie den Verzicht auf Palmöl aus Entwaldung bis 2020 umsetzen werden. Bei der Produktion von Palmkernöl soll verstärkt mit Kleinbauern zusammengearbeitet werden. Die Fortschritte will P&G in einem jährlichen Bericht dokumentieren.

Knapp 400.000 Unterstützter der Greenpeace-Kampagne hatten P&G seit Februar mit einer Protestmail aufgefordert, besagtes Palmöl aus den Produkten zu verbannen. Für Negativpresse sorgen vor allem die Demonstrationen an den jeweiligen Firmensitzen des Unternehmens. Greenpeace lobt die neue P&G-Richtlinie zwar, fordert aber weiterhin eine schnellere Umsetzung. mh
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