Sascha Pallenberg im Video-Interview Das sagt der neue Daimler-Mitarbeiter über Content Marketing und Transparenz

Dienstag, 07. März 2017
Sascha Pallenberg beim Video-Interview während des Online Marketing Rockstars Festival in Hamburg
Sascha Pallenberg beim Video-Interview während des Online Marketing Rockstars Festival in Hamburg
© HORIZONT

Seit Beginn des Jahres ist der "Mobile-Geeks"-Gründer Sascha Pallenberg in der Unternehmenskommunikation von Daimler tätig. Im Video-Interview mit HORIZONT Online und Turi2 am Rande des Online Marketing Rockstars Festival erklärt der neue Head of Digital Content, welche Themen er langfristig besetzen will. Und warum er seinen neuen Job nicht zwingend als Content Marketing verstanden wissen will.
Seit ein paar Wochen weilt Sascha Pallenberg in Stuttgart und arbeitet sich in seinen neuen Job ein. "Ich muss erst noch den Konzern kennenlernen, damit ich weiß, wovon ich rede", sagt der Mitgründer des Tech-Blogs "Mobile Geeks", welches er nun schweren Herzens verlassen hat. "Die Strukturen in einem so großen Unternehmen sind sehr viel komplexer." Daimler sei immerhin nicht nur Mercedes, sondern ein Verbund aus mehr als 15 Marken. "Und auch um die müssen wir uns kümmern." Welche Projekte Pallenberg in der Unternehmenskommunikation von Daimler konkret umsetzen möchte, weiß er noch nicht, er wolle aber bestimmte Themen langfristig besetzen, etwa Mobility as a Service, Shareability oder Electrification. Und das mit einer Redaktion, die ähnlich wie die in Medienhäusern, dynamisch auf aktuelle Entwicklungen reagieren soll. Das Team stellt er derzeit noch zusammen.

Als Content Marketing will Pallenberg das, was er bei dem Autobauer macht, nicht verstanden wissen. Der Begriff, der in der Branche derzeit inflationär verwendet wird, kann er ohnehin nichts anfangen: "Ich glaube, wir versuchen, einem alten Wein einfach nur eine neue Definition aufzudrücken." Letztendlich sei sein Job ein Teil der Kommunikation des Konzerns. "Ich mache kein Produktmarketing. Daimler verkauft keine Autos, das macht Mercedes."

Vor knapp zwei Jahren sorgte Pallenberg für Schlagzeilen, als er das Content-Marketing-Portal "Curved" als Trojanisches Pferd bezeichnete, weil für ihn der Absender E-Plus nicht sichtbar genug war. Das will er bei Daimler verhindern, Transparenz werde in seiner Arbeit eine hohe Relevanz haben, kündigt er an. "Wir müssen uns nicht vor unserer Marke verstecken. Warum sollten wir auch. Die Marke steht für sehr starke Werte." ron
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