Samsung vs. Apple Nach den iPhones wird jetzt das iPad Air veräppelt

Donnerstag, 20. Februar 2014
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Der TV-Spot "Pencil" zum Launch des iPad Air war eine der besseren Kampagnen, die Apple in den vergangenen zwölf Monaten an den Start brachte. Doch das rettet den Auftritt nicht vor einer gnadenlosen Parodie von Samsung. In dem Onlinevideo, das nun freigeschaltet wurde, veräppelt Samsung nicht nur gnadenlos die poetische Überhöhung des Bleistifts in der Vorlage, sondern lässt vor allem das iPad Air im direkten Vergleich mit dem Galaxy Tab Pro 10.1 schlecht aussehen.
Die Kommunikationsstrategie ist aus den Spots von Samsung Mobile USA-Kreativagentur 72andsunny reichlich bekannt und hat sich bewährt: Der Samsung-Film greift ein geliebtes Element aus der Apple Markenwelt auf und zeigt seine profane Seite. Bei den Anti-iPhone-Spots waren es die Warteschlangen der Apple-Fans beim Erscheinen eines neuen iPhones (siehe Spot unten), hier ist es die poetische Erzählssprache, mit der Apple den kreativen Anspruch seiner Produkte untermauert.

Im Fall von "Pencil" liefert die Gegenüberstellung durchaus einige gelungene Gags. Aus dem Apple-Original "Es ist ein ganz einfaches Werkzeug, aber auch ein ganz Außergewöhnliches. Man kann damit ein Gedicht beginnen oder eine Symphonie vollenden." wird bei Samsung "Es ist ein ganz einfaches Werkzeug, aber auch ein ganz Spitzes. Man kann damit Verabredungen notieren oder beim Golf bescheißen". Den eigentlichen Twist liefert der Film allerdings bei der Kamerafahrt, als hinter dem Bleistift zuerst erwartungsgemäß ein iPad Air zu sehen ist, hinter dem iPad allerdings dann das Samsung Tablet auftaucht.



Dass dieses Tablet im anschließenden Feature-Vergleich deutlich besser als das iPad Air abschneidet, überraschaft angesichts des Absenders nicht wirklich. Dass das Samsung-Video die Apple Markenbotschaft allerdings so problemlos aushebeln kann, sagt viel über die aktuelle Wettbewerbssituation des Herstellers. Als Steve Jobs das erste MacBook Air der Öffentlichkeit präsentierte, verblüffte er die Anwesenden, indem er das Gerät aus einem DINA4-Umschlag herauszog. Damals musste die Konkurrenz den Stunt akzeptieren und Apple die unbestrittene Führungsrolle im Produktdesign zugestehen. Diesen Luxus hat die Marke aus Cupertino heute nicht mehr. cam
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