SXSW2016 Splash-Gründer Ronen: "Wir ermöglichen Marken eine nachhaltige VR-Strategie"

Dienstag, 15. März 2016
Michael Ronen, Mitgründer von SplashVR
Michael Ronen, Mitgründer von SplashVR
Foto: Horizont
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Michael Ronen Sxsw2016 iPhone Austin


Als Sieger im Start-up-Wettbewerb des SXSW-Festivals sticht Splash VR schon deshalb heraus, weil das Unternehmen aus Berlin stammt. Doch Unternehmensmitgründer Michael Ronen und seine Vision von Virtual Reality (VR) sind mindestens genauso ungewöhnlich. Ronen will mit seiner vor wenigen Tagen gelaunchten App eine neue Form von VR-Darstellung etablieren. Erste große Marken haben schon Interesse geäußert.
Das Basis-Feature der App ist zunächst einmal kaum revolutionär: Es erlaubt, mit dem iPhone ein virtuelles Bild seiner Umgebung zu schießen, indem man sie flächenmäßig einscannt. Eine ähnliche Funktion besitzt Samsungs Galaxy S7 standardmäßig. Das Smartphone ermöglicht über eine erweiterte Panorama-Bildfunktion 360-Grad-Bilder mit Wiedergabe der gefilmten Bewegungen.
Splash Screenshot
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Interessant wird es bei Splash im nächsten Schritt, wenn einzelne Elemente als Film in Dauerschleife oder als Einzelfoto eingefügt werden können. Dabei kann es sich um ohnehin vorhandene Bildelemente handeln, oder Details, die später im Stil einer Gesamtcollage eingefügt werden. Das Endresultat ist ein Medienformat, das es in dieser Form bisher noch nicht gab und das Kreativen neue gestalterische Möglichkeiten eröffnet - die VR-Bildcollage. Wenig überraschend meldeten sich nach dem Accelerator-Sieg in Austin prompt erste Agenturen und Marken beim Start-up, wie Michael Ronen im Interview mit HORIZONT berichtet.

Herr Ronen, wie sind Sie auf die Idee für Ihr Start-up gekommen: War es die Faszination für die neue VR-Technologie? Die Technologie ist nur sekundär. Was mich wirklich interessiert, sind die Menschen und VR ist nur ein Instrument, um sie auf eine besondere Art zu erreichen. Denn die immersiven Erlebnisse, die hier möglich sind, vermitteln Botschaften auf eine besonders intensive Weise.

So eine auf die Menschen zielende Herangehensweise überrascht schon fast bei einem Start-up-Vertreter. Vor dem Start-up habe ich viele Jahre als Theaterregisseur gearbeitet und war auch als Kreativkonzepter im Marketing aktiv. Das hat meine Herangehensweise geprägt. Es ging immer darum, wie man Menschen eine gemeinsame Sicht auf die Dinge ermöglicht.

Bei dem Marketing-Hintergrund liegt nahe, dass Sie Splash auch gerne als Bühne für Marken sehen würden. Wir sind hier schon auf der SXSW von Markenvertretern und auch von Agenturen angesprochen worden. Und das freut mich. Denn wir stehen mit unserer App erst am Anfang. Wir wollen so viele unterschiedliche Nutzer wie möglich, um zu sehen, wohin wir unsere idee noch entwickeln können. Speziell Marken eröffnet Splash spannende Möglichkeiten.

Warum sollte sich eine Marke überhaupt für Splash interessieren? Ist die App nicht einfach nur eine weitere Plattform in einer Flut von Medienformaten? Viele Marken haben beim Einstieg in die virtuelle Realität bisher das Problem, dass die Produktionskosten für Content noch sehr hoch ausfallen. Sie investieren in einen Film und dann hören ihre Kunden nichts mehr von ihnen. Dabei sollte das Ziel eines Marketers immer sein, nachhaltig in einem neuen Medium präsent zu sein. Diese nachhaltige VR-Strategie wird für Marken mit Splash jetzt möglich. cam
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