Retail Brands Markenmischmasch nimmt zu

Mittwoch, 18. Juni 2014
Amazon bleibt in Deutschland weiterhin die stärkste Handeslmarke
Amazon bleibt in Deutschland weiterhin die stärkste Handeslmarke


Kein gutes Zeugnis für die Markenführung deutscher Retail Brands. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Batten & Company nimmt aus Sicht der Konsumenten die Markenklarheit ab. Die Austauschbarkeit der einzelnen Anbieter steigt. Stärkste Handelsmarke bleibt Amazon.
Der US-Riese kann seinen ersten Platz hierzulande behaupten, verliert aber gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2012 bei der Markenstärke 0,42 Indexpunkte und landet jetzt bei einem Wert von 8,32. Insgesamt müssen 27 der 52 abgefragten Marken bei der Markenstärke Verluste hinnehmen. Auf Platz 2 landet Edeka mit 7,80 knapp vor dm mit 7,79. Während die Drogeriemarktkette ihre Position verteidigen konnte, verbesserte sich Edeka im Ranking um fünf Plätze. Damit gehört der größte deutsche Lebensmittelhersteller zu den Ausnahmen.

Konkurrent Rewe verliert mit einer Markenstärke von 7,22 im Ranking vier Plätze. Nach Meinung von Batten & Company verzettelt sich der Kölner Einzelhandelsriese mit einer Vielzahl von Initiativen. Kritik gibt es auch am derzeitigen Kurs von Aldi. Der Discounter fokusiere sich auf Preisaktionen und verliere dabei die Kundenbedürfnisse aus den Augen. Die Konsequenz: Bei der Markenstärke (7,67) rutscht Aldi von Rang 2 auf 4.

Doch es geht noch deutlich dramatischer. Dass Karstadt unter Druck steht, ist kein Geheimnis. Seit Februar versucht Eva-Lotta Sjöstedt als neue Chefin, den Konzern auf einen neuen Kurs einzuschwören. Die Kunden goutieren das (noch) nicht. Um 17 Plätze stürzt die Marke im Ranking ab und landet mit einem Wert von 6,2 auf Platz 25. Douglas (Rang 21/Markenstärke 6,75) rutscht um elf Plätze ab, Kreativliebling Hornbach (Rang 34/6,38) verliert zwölf Positionen. Den beiden Konkurrenten Bauhaus (minus fünf) und Obi (minus einen Platz)geht es nur wenig besser.

Aber es geht auch anders: Müller profitiert von der Schlecker-Pleite. Die höherwertige Kundenansprache durch das neue Design der Filialkette und das bessere Profil durch Sortiment und Kundenmagazin kommt an. Die Marke verbessert sich um 13 Plätze und landet mit 6,76 jetzt auf Position 20. Noch stärker legt Media Markt mit 7,22 auf Platz 11 zu, eine Verbesserung um 18 Ränge. Für Batten & Company Folge klarer Markenkommunikation, Aufbau eines Eigenmarkensortiments und Relaunch des Onlineshops. Die Unternehmensberatung befragte für das Ranking im Netz 1000 Personen über 16 Jahren. mir
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