Repucom-Studie Bekanntheit der EM-Sponsoren stagniert kurz vor Turnierstart

Mittwoch, 04. Mai 2016
Die Commerzbank schafft in der Repucom-Studie den Sprung unter die Top 10
Die Commerzbank schafft in der Repucom-Studie den Sprung unter die Top 10
Foto: Commerzbank

Knapp anderthalb Monate vor dem Start der Europameisterschaft 2016 in Frankreich haben einige der großen Marken, die im Umfeld des Turniers werben, in Sachen Bekanntheit immer noch Luft nach oben. Das ist das Ergebnis der dritten Erhebungswelle einer Sponsoren-Studie von Repucom, die HORIZONT exklusiv veröffentlicht.
Demnach müssen gerade die bisherigen Spitzenreiter der Top 10 Coca-Cola (-3 Prozentpunkte), McDonald's (-1), Mercedes-Benz (-4) und vor allem die Deutsche Telekom (-7) Einbußen hinnehmen - und das, obwohl die EM immer näher rückt. Die Tatsache, dass die Marken teilweise schon seit Ende des letzten Jahres mit ihren EM-Kampagnen werben, sorgt also anscheinend zumindest zeitweise dafür, dass sie an Durchschlagskraft beim Konsumenten verlieren. In den Wochen unmittelbar vor dem Anstoß des Turniers dürfte der Werbedruck jedoch wieder zunehmen.

Gestützte Bekanntheit von Sponsoren der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich (in Prozent)

Quelle: Repucom (Befragungszeitraum: 17.03.-20.04.2016)
Im letzten Erhebungszeitraum zwischen Mitte März und April gab es aber auch zwei große Gewinner: die Commerzbank und den offiziellen UEFA-Partner Hyundai. Beide Marken schafften gemeinsam den Sprung unter die Top 10. Gerade bei dem Autobauer ein Verdienst der im April gestarteten Promotionphase zur EM: "Hyundai ruft beispielsweise Fans dazu auf, Slogans für die offiziellen Mannschaftsbusse zu erstellen, wobei Tickets für zwei EM-Spiele verlost werden - ein guter Anreiz, um Fußballanhänger zu mobilisieren und in deren Köpfe zu gelangen", sagt Lars Stegelmann, Executive Vice President Commercial Operations bei Repucom.
Mercedes-Benz EM 2016 - #ViveLaMannschaft
Bild: Mercedes-Benz

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Die Commerzbank hingegen darf sich vor allem auf die nächste Welle der Studie freuen: Schließlich ist die Kampagne rund um die DFB-Kicker und Nationaltrainer Joachim Löw erst am ersten Maiwochenende gestartet. Wachsende Bekanntheit im Sponsorenumfeld der EURO 2016 dürfte dem Kreditinstitut, das in seiner Kommunikation auf starke Wiedererkennung dank joggender Protagonisten und grauen Kapuzenpullovern setzt, also sicher sein. tt

Zur Studie

Bis zum Start der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli 2016) untersucht Repucom monatlich die Bekanntheitswerte von Unternehmen, die entweder zu den offiziellen Sponsoren des Turniers gehören, eine Mannschaft ausstatten oder als Ambush-Marketer vom Fußball-Hype profitieren wollen. Die Ergebnisse werden alle vier Wochen von HORIZONT Online exklusiv veröffentlicht. Bislang erschienen ist:

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