Repucom-Studie Adidas bleibt der Top-Spender unter den deutschen Sport-Sponsoren

Mittwoch, 11. März 2015
Adidas stattet unter anderem den FC Bayern München aus
Adidas stattet unter anderem den FC Bayern München aus
Foto: Adidas

Sport bleibt für die hiesige Sponsoringbranche der größe Treiber: Mehr als 60 Prozent aller Engagements finden in diesem Bereich statt, wie die Repucom-Studie "Sportsponsoren in Deutschland" ermittelt hat. Im Vergleich zur letzten Erhebung aus dem Jahre 2012 haben die 100 größten Sportsponsoren ihre jährlichen Investitionen um 15 Prozent gesteigert.
Für die Studie wertete Repucom 4.500 Sponsoringdeals in mehr als 30 Sportarten aus. Das Ergebnis: Insgesamt zahlen die Top-Spender im Zeitraum 2014/15 für ihre Sponsoring-Rechte 973 Millionen Euro. Die Steigerung der Sponsoring-Ausgaben führt Andre Haberla, Global Head of Market Intelligence bei Repucom, im Wesentlichen auf Preisanstiege bei Top-Plattformen wie Bundesliga(-Clubs), DFB-Pokal, Verbänden oder auch Sportlern zurück. "Genau dort gibt es einen hohen Wettbewerb unter den starken Marken."

Das Sponsoringvolumen nach Branchen
Das Sponsoringvolumen nach Branchen (Bild: Repucom)
Fast ein Drittel der Spendings (30 Prozent) kommt von Unternehmen aus dem Verkehrsbereich. Dazu gehören etwa Automobilhersteller wie Mercedes und VW, Fluggesellschaften wie die Lufthansa oder die Deutsche Bahn. Je 15 Prozent der Investitionen steuern Firmen aus dem Finanzsektor sowie Freizeit und Sport bei.
„Insbesondere der Preisanstieg bei den absoluten Top-Plattformen ist ein wesentlicher Faktor für die Steigerung des Sponsoringvolumens.“
Andre Haberla
Die Riege der Top-Sponsoren führt Adidas an. Damit bestätigen die Herzogenauracher ihre Spitzenposition aus dem Jahr 2012. Das Unternehmen stattet unter anderem den FC Bayern München und die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft aus. Die Top 5 wird komplettiert durch den Bayern-Hauptsponsor Deutsche Telekom, VW (Hauptsponsor des VfL Wolfsburg), Daimler/Mercedes-Benz und Audi. Den größten Sprung machte SAP: Das Softwareunternehmen ging Partnerschaften mit Bayern München und dem Deutschen Fußball-Bund ein, außerdem sponsern die Walldorfer den Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim. Auf diese Weise verneunfachte SAP seine Sponsoring-Ausgaben und schaffte den Sprung unter die Top 15.

Aus der Aufstellung wird deutlich: der Fußball dominiert die deutsche Sponsoring-Landschaft. Zwei Drittel aller Investitionen finden in diesem Bereich statt. Im Motorsport etwa werden lediglich 18 Prozent der Ausgaben getätigt. Jedoch sieht Haberla auch in weiteren Sportarten großes Potenzial - etwa im Golfsport: "Insbesondere Premiumhersteller sehen im Golfsport Potenzial, ihre Marke zu positionieren und ihre Zielgruppen zu erreichen. Ein Spitzensportler wie Golfprofi Martin Kaymer hat Partnerschaften mit SAP, adidas, Mercedes-Benz, Hugo Boss und Rolex." ire
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