Report Telekommunikation - Harter Konkurrenzkampf und steigende Werbebudgets

Mittwoch, 26. März 2014
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Es tut sich etwas in der Telekommunikationsbranche. Laut Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (Anga) befinden sich die Kabelanbieter mitten in einer Aufholjagd: Ihr Marktanteil in diesem Segment beläuft sich nun auf 17,5 Prozent - Grund sind die schnellen Zugänge ins Netz. Glaubt man den Zahlen des Verbands, so hatten 2005 alle Betreiber zusammen nur 200000 Internet-Kunden, Ende 2013 waren es 5 Millionen. Kein Wunder, denn bei stetig steigendem Datenverbrauch wird schnelles Internet für Verbraucher immer wichtiger: Fast zwei Drittel der Kabelkunden sind mit Bandbreiten von mindestens 30 Megabits pro Sekunde (MBit/s) im Internet unterwegs, 13 Prozent sogar mit mehr als 100 MBit/s. Bei DSL liegt die Übertragungsrate heute in der Regel deutlich niedriger zwischen 6 und 16 MBit/s. In einigen Jahren sollen im Kabelnetz mithilfe eines neuen Übertragungsstandards Bandbreiten im Gigabit-Bereich erzielt werden können - ein wichtiger Schritt in Richtung Megatrend "Internet der Dinge".

REPORT TELEKOMMUNIKATION

Alle Themen im Report Telekommunikation in HORIZONT 13/2014

Markentreue:
Telkos schwächeln bei der Kundenloyalität. 27

Markt: Angebote der Kabelanbieter verschärfen den Wettbewerb. 28

Curved: Sinner Schrader launcht Magazin mit Schwerpunkt Mobile. 28

Datenübertragung: Bessere Netze ermöglichen neue Anwendungen. 30

Kommunikation:
TK-Anbieter rücken Datenschutz in den Fokus. 32

Schon seit langem gilt: Nur wenige Wirtschaftszweige geben mehr Geld für Werbung aus als die Telekommunikationsbranche, regelmäßig belegt sie einen PLatz in den Top 10. Und auch aktuell schlägt sich der verschärfte Konkurrenzkampf zwischen den verschiedenen Anbietern in steigenden Werbespendings nieder. Voriges Jahr investierte Unitymedia Kabel BW 19 Millionen Euro in Above-the-Line-Medien (inklusive Internet), die Kabel Deutschland steckte ins selbe Segment 21 Millionen Euro, berichtet Nielsen. Gemessen an den Spendings der großen Telkos sind diese Ausgaben allerdings fast ein Klacks: Die Deutsche Telekom berappte 2013 für Above-the-Line brutto annähernd eine Viertel Milliarde Euro, Vodafone immerhin 178 Millionen, Telefónica und E-Plus zusammengenommen beinahe den gleichen Betrag. Die beiden Letztgenannten wollen Mitte dieses Jahres fusionieren. hor

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