Report Premiumzielgruppe - Edelmode wird sozial

Mittwoch, 07. Mai 2014
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Online und ganz besonders Social Media wird immer wichtiger für die Strategie von Luxusmodemarken. Mieden sie früher das Netz als zu globale Plattform für ihre exklusiven Stücke, haben viele Label inzwischen erkannt, dass das Internet auch ihrer Marke gut tun kann. Twitter, Facebook, Instagram, Youtube und mehr werden zur Verbreitung von eigenen Inhalten, Bildern von Backstage-Fotoshoots, Shoperöffnungen und Promibildern genutzt. Burberry, das Label, das allgemein als Vorzeigekandidat für Mode in Online gilt, hat es vorgemacht: Über seine Netzstrategie hat es sich in den vergangenen Jahren ein deutlich jüngeres Image gegeben. Auch wenn älter positionierte Marken im Vergleich noch immer deutlich zurückhaltender im Netz agieren, scheint die Strategie von Burberry auch die Konkurrenz zu überzeugen: Selbst das eher älter positionierte Louis Vuitton präsentiert sich inzwischen im Netz mit eigenen Inhalten.

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Auch in einem anderen Bereich zeigen sich Luxusmodemarken von einer aufgeschlossenen Seite: Immer häufiger kooperieren sie mit Hotelmarken und geben ihren Markennamen für Nobelunterkünfte her, die den Designstil in Interieur und Möbeln spiegeln. Armani, Versace, Bugari und Ferragamo gehören zu den Marken, die sich auf diesem Markt schon versuchen. In der Regel finden sich auch Boutiquen des Labels im Hotel, so dass die Brücke vom Image zum Vertrieb geschlagen ist. Sowohl Gäste mit einer hohen Affinität zur Marke als auch solche, die sie erst dort kennenlernen, werden gleichermaßen angesprochen. Problematisch bei dieser Art der Kooperation ist manchmal allerdings das Timing: Die Modebranche, die mehrfach im Jahr neue Kollektionen veröffentlicht, arbeitet nach anderen Zeitplänen als die Hotelbranche. So manches Luxuslabel würde das Interieur gerne zweimal pro Saison auswechseln - für Hotels ein Ding der Unmöglichkeit. son

Report Premiumzielgruppe

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