Report Modemarketing Online wird vernachlässigt, Print und Messen beliebt

Mittwoch, 09. Juli 2014
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Die klassischen Modemarken haben geschlafen. Onlinehändler wie Zalando laufen den altgedienten Fashion-Unternehmen zunehmend den Rang ab und gehören mittlerweile zu den umsatzstärksten Playern in der Branche. Noch zu selten erkennen Modebrands: Digital kann neben dem Vertrieb auch der Markenführung helfen. Doch das Potential wird zu selten ausgeschöpft, die Branche wacht gerade erst auf.

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Kerstin Clessienne, Director Strategy Digital bei Havas, ist sich sicher: "Einige haben Online vor allem als Performancekanal gesetzt und überstürzt gehandelt, um schnelle Erfolge zu erzielen. Die Marke haben sie dabei vergessen." Dabei hat der stationäre Laden nicht seine Berechtigung verloren: "Es ist nicht schlimm, wenn eine Kundin sich im Laden umsieht, und dann doch online kauft", sagt Clessienne. "Aber in der Zeit, die sie im Shop verbringt, muss ich sie kennenlernen und zum Beispiel ihre Kontaktdaten erhalten."

Kontakt knüpfen, vor allem mit der Zielgruppe, dafür machen sich viele Modebrands Out-of-Home-Werbung zu eigen. Denn Mode macht sich gut im öffentlichen Raum: Unter den Wirtschaftszweigen mit den höchsten Werbeausgaben für Außenwerbung rangierten Textil/Bekleidung 2013 auf Platz 8, mit einem Marktanteil von knapp 6 Prozent.

Sogar Automarken werben im Mode-Umfeld und benutzen unter anderem die am Dienstag gestartete Berliner Fashion Week (BFW) als Bühne. Mercedes-Benz beispielsweise ist seit 2007 der Titelsponsor, Mazda wagt in diesem Jahr die Premiere als Premiumpartner der auf der BFW stattfindenden Modemesse "Bread & Butter" und Maserati kooperiert seit 2013 mit der Supreme Group, die Modemessen in Düsseldorf und München veranstaltet. hor

Report Modemarketing

Weitere Themen im Report Modemarketing in HORIZONT 28/2014

Print: Zeitschriften für Fashion der wichtigste Werbeträger.

Umfrage: Welche Relevanz hat Digital-Marketing bei Modemarken?

Marketing: Automarken suchen die Nähe zur Fasion-Welt.

Best Cases: Wie Marken-Stores dem Onlinehandel trotzen.

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